2. April 2012
von Peter
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Die Winterleague und ihr Ruf…

Ich finde es gut, dass die Diskussion über die WL, die im Hintergrund wohl schon länger läuft, auch mal öffentlich fortgeführt wird. Das kann meiner Meinung nach nur zu einer Verbesserung (des Rufs) der WL führen. Insofern würd ich gern meinen Senf dazu geben.

 

Wir alle wissen, wie genial es ist, wenn bei einem Turnier eine super Stimmung ist, alles super organisiert ist und es überall dieses gewisse Extra gibt. Das ist natürlich für ein Event in der Größenordnung der Winterleague extrem schwierig. Wir reden hier von 65 Teams und knapp 450 Leuten in 4 Divisions!!! Das Windmill Windup schaffts trotzdem! Das braucht aber auch besonderen Aufwand: So gibt es jemanden, der dafür „angestellt“ ist, sich aus dem Turnier finanziert (Kosten), dafür ein ganzes Jahr Zeit hat und viele HelferInnen die NICHT mitspielen. Bei einer Turniergröße wie bei der WL ist es ohne diesen Rahmen aber schon schwierig den „lieblosen“ Standard herzustellen, weil natürlich nicht nur das Ding ein bisl größer ist, sondern auch die Komplexität steigt. Das stellt man sich glaub ich ein bisschen einfacher vor („sind eh so viele im EÖFC“). Bei uns ist es aber schon eine bewusste Entscheidung, dieses Turnier mit angemessenen Aufwand (also nicht 1 Jahr nur das planen) über die Bühne zu bringen. Denn selbst für unsere Vereinsgröße gehören wir zu den fleißigsten Vereinen. Denn Leute aus dem EÖFC machen  nicht „nur“ die WL, sondern auch:

Pudlhaubm, Wiener Schulcup, ADVENTure Cup, Cheekeria, regelmäßig (M)Ö(St)Ms, die Wiener Akademischen Meisterschaften, Augarten-Sommer-Training, USI-Kurse, Frisbee-Verbandsarbeit, genereller Einsatz für den Sport (BSO-Beitritt)…  (viel Einzelinitiative von Frisbee-Gutmenschen)

 

Hinzu kommt, dass bei einer Vereinsgröße wie wir sie haben (irgendwo über 100 Mitgliedern und 6 Teams) auch das Vereinsleben dementsprechend komplzierter/aufwendiger wird. Da kommen dann dementsprechende Aufgaben wie Vorstand, erweiterter Vorstand, Zeugwart, HP- und Kalenderverantwortliche, sowie kompliziertere Kommunikationswege & Entscheidungsfindung, Mitgliederverwaltung, Trainingskoordination,… dazu. Außerdem gehen die Leute in bis zu 3 Trainings in der Woche und fahren viele Turniere (weil sich ja fast immer genügend Leute finden).

 

Angesichts dessen sind wir ziemlich beschäftigt (manche sollen ein Leben außerhalb von Frisbee auch noch haben) und eine Organisation der Winterleague ist dann – auch wenn (fast) alle selbst voll mitspielen – nur mit gezieltem Aufwand möglich und „Kuschelfeeling“ eben nicht drin. Wir versuchen aber sehr wohl, es den TeilnehmerInnen recht zu machen. So ist in den letzen Jahren eben viel von Oddi’s Energie in das Finden eines  besseren Austragungsortes geflossen (davor war die WL ja am Askö-Platz bei der Schmelz). Auch die Party wurde denk ich verbessert. Hinzu kommt, dass die Aufnahme so vieler Teams in so vielen Divisionenen, sowie der dazugehörigen organisatorischen „Selbstgeißelung“ Swiss-Draw ja auch den Teams zugute kommt. Bei „minimalem Aufwand“ könnten wir uns das Leben schon noch viel leichter machen.

 

Zu den Kostengründen kommt neben der Juniordivision hald auch die Platzmiete: ganze 12 Felder, damit keine ewig langen Pausen für die Teams entstehen. Die dadurch erreichte zeitliche Straffheit wird uns ja auch wieder vorgeworfen „zu teuer für nur 24h Turnier“. Aber nichts desto Trotz soll natürlich jeder für sich entscheiden, ob das Preis/Leistungsverhältnis passt. Und es steht außer Frage, dass wir in dem Rahmen, in dem wir die WL austragen, noch Verbessserungen machen können und heuer nicht alles ideal war (Stichwort Putzkolonne, Schedule, Frühstückssackerl, oder das gute alte Joghurt beim Abendessen). Aber es ist schon hart und meiner Meinung nach ungerechtfertigt, sich Massenabfertigung, minimaler Aufwand und Lieblosigkeit samt Boykottaufrufen vor diesem Hintergrund anzuhören – besonders von Teams die selbst kein Turnier (mehr) organisieren! Mit der Hiobsbotschaft der Südstadt ist da natürlich Frust da, besonders wenn man einer jener ist, die sich den Haxen ausreißen.

 

Für Verbesserungsvorschläge und auch kritische Rückmeldungen sind wir aber sehr wohl offen und dankbar. Insofern danke Peter für den Kommentar! Das Ziel vom EÖFC war glaub ich immer ein Turnier zu veranstalten, wo man gegen viele neue und ähnlich starke Teams in einer coolen Location spielen kann und auch mit der Orga zufrieden ist. Ich hoffe, dass wir die Südstadt doch wieder rumkriegen, wir noch Sachen im Bereich unserer Ressourcen verbessern können und dass sich der Ruf der WL im Angesicht dieser Einblicke relativiert.

 

Wer übrigens ein Mixed-Turnier mit „Kuschelfaktor“ sucht: Von 7.-8. Juli 2012 findet die Cheekeria in St. Wolfgang statt. Anmeldung läuft!

 

LG Luki

26. März 2012
von Peter
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Letzte Winterleague!

Wer die Drehscheibe liest weiß es schon, die Winterleague wird es in dieser Form nicht mehr geben. Nach dem Pech mit dem Wetter auch noch diese schlechte Nachricht für die Veranstalter. Grund ist Kotze überall.
Dem Betreiber des Olympiastützpunkts Südstadt reicht es und deshalb verbietet er  ,für die Zukunft, die Nutzung der Räumlichkeiten als Schlafsaal oder um dort Party zu machen.Von den Feldern war in Oddis Nachricht nicht die Rede. Ob das Auswirkungen auf die ÖStM hat ist aus Oddis Nachricht nicht ersichtlich.
Rächt sich da das der EÖFC mit möglichst geringem Aufwand ein möglichst Großes Turnier abhalten will?


In Wien wurde in der Vergangenheit schon offen zum Boykot aufgerufen und es gibt auch Teams die den durchgezogen haben bzw. noch durchziehen. Als Gründe werden die Massenabfertigung und das schlechte Preis Leistungsverhältnis genannt.
Die Preise erklären sich dadurch, dass die große Juniorsdivision keine Teamfee bezahlt. Für Jugendförderung sind glaube ich alle und über die finanzielle Schiene geht’s am leichtesten.
Der Vorwurf der Massenabfertigung lässt sich schwerer von der Hand weisen. Ein Turnier dieser Größenordnung braucht viele helfende Hände. Auch wenn die Organisatoren und die Leute die sich bereit erklären hinter der Bar zu stehen, zu backen….. sich einen „Haxen ausreißen“ mit zu wenigen Freiwilligen geht’s nicht so zu bei einem Turnier wie man sich das wünscht. Die Aussage: EÖFC Turniere sind immer lieblos organisiert wurde allerdings letztes Jahr bei der ÖM und der Cheekaria gründlich wiederlegt.

Bei einer Veranstaltung wo das Motto Party (Party, Party) ausgerufen wird ist es verständlich das sich das veranstaltende Team das mühsame Frühstuck herrichten sparen möchte und gepackte Teamfrühstückssackerln verteilt. Wenn der Inhalt des Sackerls die bezahlten 20€ Playersfee nicht wieder spiegelt schafft man sich allerdings unzufriedene Gäste. Auf das Joghurt nach dem Abendessen, dass man über die Jahre bei den Turnieren in der Südstadt zu schätzen gelernt hat mussten wir heuer auch verzichten.

Der Swiss-Draw ist eine zusätzliche Herausforderung für die Organisatoren, sie müssen die Paarungen eilig ausrechnen und kommunizieren. Nach ein bis zwei Spielen pro Team musste am Samstagabend noch dazu wegen eines Gewitters abgebrochen werden. Das Chaos wurde gemeistert und alle Spiele konnten schließlich nachgeholt werden. Wie schon oben erwähnt, so mancher arbeitet bei der Winterleague für zwei.

Leider trifft die Absage vom Olympiastützpunkt die Organisatoren wohl am härtesten, ein so großes Turnier baut man nicht aus dem Nichts auf. Ob man bei einem Turnier bei dem das Motto Party (Party, Party) ausgerufen wird, sich im Nachhinein über Leute aufregen kann, die dieses Motto zu ernst nehmen, steht auf einem anderen Blatt. An der Stelle fehlte wohl die Putzkolonne vom Veranstalterteam, die nach der Party die angerichteten Schäden minimiert.

Die Winterleague ist immer das erste Kräftemessen nach dem langen Winter und ihr fehlen würde ein Großes Loch im Kalender hinterlassen.

21. März 2012
von Peter
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Interview mit Robert Pesch

Peter Jesse: Was waren in der Vergangenheit Berührungspunkte zum Österreichischen Ultimate?

Robert Pesch: Vorwiegend bei den Regionals haben wir mit den Feldrennern in den letzten Jahren gegen österreichische Teams in Nürnberg gespielt. Und natürlich durch die enge Freundschaft zu Robert Cerny habe ich immer wieder mal ein paar Neuigkeiten erfahren. Sonst eher weniger Kontakt.

 

Wer hat den vom Östereichischen Verband den Kontakt zu Dir gesucht?

Michi Zellinger ist auf mich per Mail und per Telefon als erstes zugekommen und hat dann den Kontakt an den Vorstand des ÖFSV    weitergeleitet.

 

Du hast auch beim FFINDR die Hand im Spiel, hast du noch andere Projekte am laufen die sich um  Frisbee drehen?

Ich habe zusammen mit Heiko Karpowski Anfang des Jahres die Firma Olympic Frisbeesport gegründet, die sich mit Promotion von Frisbeesport im Allgemeinen beschäftigt. Zu den aktuellen Projekten gehören neben FFindr die Ausrichtung von Turnieren wie die Deutsche Meisterschaft und EUCF in Frankfurt 2012 sowie das Marketing für den deutschen und österreichischen Frisbeeverband. Daneben beschäftigen wir uns auch mit der Errichtung von Disc Golf Parcours vorwiegend in der Ecke rund um Mainz.

 

Für wie lange bist du zum Nationaltrainer bestimmt? Was sind die weiteren Ziele nach Japan?

Vorerst gilt die Zusammenarbeit für dieses Jahr, wobei von beiden Seiten eine längerfristige Zusammenarbeit geplant ist (falls dieses Jahr alles zur Zufriedenheit läuft). Die weitern Ziele nach Japan sind die Stabilisierung des Kaders, persönliche Entwicklung der Spieler sowie im Jahr 2015 die Europameisterschaft.

 

Wie läuft die Zusammenarbeit mit deinem Co-Trainer und dem Organisationskomitee?

Bestens !!!

 

Ist dir bewusst, dass dein langjähriger Feldrenner Kollege Robert Cerny als Österreichische Wunschlösung gegolten hat?

Das ist mir bewusst, und ich habe von ihm auch gehört, dass er nach seiner Absage meine Person ins Spiel gebracht hat.

 

Im Vergleich zu Deutschland wie steht es um die Entwicklung des Österreichischen Ultimates?

Die Breite in Österreich ist natürlich mit der in Deutschland (noch) nicht zu vergleichen, aber die Spieler, die ich an diesem Wochenende gesehen habe, haben großes Potential und benötigen einfach internationale Begegnungen mit hochklassigen Teams. Dazu fahren wir Ende Mai auch zur UKU Tour nach London, um gegen Gegner wie Deutschland, Schweden und erstklassige englische Teams zu spielen.

 

Wie ist der erste Eindruck von den Österreichischen Nationalmannschaftskandidaten, war die Stärke der Spieler deinen Erwartungen entsprechend?

Das Niveau ist deutlich besser, als ich erwartet habe. Liegt wahrscheinlich daran, dass ich schon einige Jahre nicht mehr gegen österreichische Mannschaften gespielt habe, und die Jungs sind doch durchweg noch sehr jung. Viele von den Jungs sind rohe Diamanten, die das Potential haben, ganz nach vorne zu kommen. Aus diesem Grund schaue ich mit Freude auf die kommende Saison.

 

Über 40 Bewerber gibt es ja, ist die Zahl nach deiner Erwartung? Wie verschafft man sich einen Überblick bei so einer großen Zahl?

Das ist zugegeben schwierig, schon alleine sich in der kurzen Zeit die Namen zu merken. Aber zusammen mit Hari haben wir uns über Notizen einen ganz guten Überblick verschafft.

 

Es ist wohl so etwas wie ein „stehendes“ Nationalteam geplant. Wie stellt sich der Nationaltrainer das in Zukunft vor?

Was auch immer ein stehendes Nationalteam ist??? Ich hoffe doch, die Jungs laufen etwas 🙂

 

Auf welche Eigenschaften legst du besonders wert?

Unterschiedlich: wichtig ist vor allem, dass man neben den technischen und konditionellen Eigenschaften auch die Einsatzbereitschaft mitbringt. Es gibt da keine Eigenschaft, die hervorzuheben ist, der Gesamteindruck aller Momente ist entscheidend.

 

Welchen Stellenwert hat Erfahrung bei großen Turnieren?

Wenig! Weil wir vorwiegend, junge Spieler haben, ist die Erfahrung auch nicht vorhanden, aber das nutzen wir einfach positiv.

 

Einige Spieler haben schon ein fixes Ticket nach Japan gebucht, wer ist das und was macht die Spieler so besonders das sie beim ersten Eindruck total überzeugen?

David Huter, Jakob Taubald, Michael und Moritz Zellinger, Sebastian Ries, Thomas Mitterer und Toby Obermayr haben das Ticket schon bekommen. Wie schon erwähnt, ist es der Gesamteindruck, der die Spieler (momentan) noch vor die anderen Spielern stellt. Ein paar von denen würde ich sogar sofort fix ins deutsche Nationalteam setzen.

 

Andere Spieler haben schon erfahren das sie nicht nach Japan mitfahren, was waren Gründe für ein frühes Aus im Auswahlprozess?

Im wesentlichen geht es um die technischen Vorraussetzungen, die bei den (vorwiegend jungen) Spielern noch nicht so ausgeprägt sind, wie bei den anderen. Wir geben aber allen Spielern die Möglichkeit, auch beim zweiten Trainingslager dabei zu sein, um sich weitere Impulse für die eigene Entwicklung zu holen. Bei einigen ist es einfach noch ein oder zwei Jahre zu früh, aber das Potential ist da.

 

Wie stehst du zur Blockbildung?

Blockbildung ist immer gut, weil die Einspielmöglichkeiten im Nationalteam logischerweise begrenzt ist. Allerdings werden wir schauen, dass bestehende Fehler von Blöcken nicht mit ins Nationalteam genommen werden und somit falls nötig, auch die Blöcke verändert werden.

 

Steht die Größe des Kaders für Japan schon fest?

Noch nicht final, aber mindestens 20 werden es sein.

 

Bist du auch der Trainer des Österreichischen GUTS-Teams?

 Nein.

19. März 2012
von Peter
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Eindrücke aus HaWeiz Männeredition

Bevor die Eindrücke verblassen möchte ich sie noch schnell aufschreiben.

Wie schon im ersten Weizartikel erwähnt war das ganze Wochenende eine reine Freude. Nochmals großes Lob an Catchup für die Organisation. Allerdings wird’s dann langsam Zeit die Videos rauszurücken.
Bevor ich zu den Topteams komme möchte ich die Ausgeglichenheit hinter der Spitzengruppe herausstreichen. Bei den Duellen entschied oft nur wer insofern Taktisch geschickter ist, dass er trotz „Continuous Play“ sein Spiel von einem Punkt zum nächsten umstellen kann.

Das ständige Wechseln von der größer als gewohnten zur kleiner als gewohnten Halle machte den oft entscheidenden Start ins Spiel zu einer Herausforderung.

Enttäuschend war das Abschneiden der männlichen Hälfte des Mixed Meisters. Es scheint sich das geografische auseinander Wachsen des W.underteams langsam auf dem Spielfeld niederzuschlagen. Die Wiener Kerntruppe harmoniert nicht mehr mit den Satteliten. Ohne Frage war das Wunderteam nicht in Topbesetzung am Start, allerdings wäre vor nicht allzu langer Zeit mit der Truppe eine Top 8 Platzierung kein Problem gewesen. Heuer reichte es gerade zum vorletzten Platz. Ich bin gespannt wie sich das W.underteam im Laufe der Saison schlägt.

Den Kampf um den besten Platz hinter der Elite gewann ein, mit Welsern verstärktes, Inner Circle Team. Das Team zeigte auf dem Feld die Klasse und Reife, die Teile davon leider bei der Party vermissen ließen. Ich hoffe den Organisatoren entstehen keine Probleme fürs nächste Jahr durch die Aktion. (Zu kryptisch? Ich möchte im Netz nicht das Bad mit dem Kinde ausschütten.)

Zur Elite. Die vier stärksten Open Teams in Österreich werden Innsiders, EZ, UD und Catchup sein. Wie die Machtverhältnisse sich übers Jahr entwickeln wird interessant sein zu beobachten und es könnte ja zum ein oder anderen Treffen in Kundl, Amsterdam und Brügge kommen.
Ich Behaupte in Bestbesetzung trennt die Teams so wenig das die Tagesform entscheidet. In Weiz waren nur die Innsiders in Bestbesetzung angetreten. Allerdings dürften sie mit der Art ihres Auftritts und der Demonstration ihrer überragenden Fitness einige Fitnessstudioabos im Osten und Südosten Österreichs verkauft haben. Auffällig war auch der Stil der Innsiders die auch in der Halle konsequent über die offene Seite spielen (laufen sollte es wohl eher heißen) wobei die anderen drei Topteams gerne auf der Breakseite Platz schaffen und den auch nutzen. Die Verantwortung  schwierige Würfe anzubringen ist in Kundl  auf wenige Schultern verteilt, die Wenigen erledigen ihre Aufgabe aber mehr als effizient.

Big EZ haben mich in Weiz positiv überrascht. Auf dem Papier war da nicht nur die erste Reihe vertreten, allerdings scheint das Gefüge zwischen den Veteranen und den vielen noch unbekannten „Helfershelfern“ zu passen. Jeder weiß was seine Aufgabe ist und erfüllt sie. Bis auf wenige Ausnahmen sind Einzelspieler ohne Qualitätsverlust zu ersetzen. In Bestbesetzung scheint die Titelverteidigung möglich.

Catchup hat sich in Weiz eindrucksvoll in zwei annähernd gleich gute Teams aufgeteilt, wobei eines viel besser funktioniert hat und respektabler Dritter wurde. Das Potential scheint unerschöpflich und das Programm im Frühling / Sommer wird sie auf die nächste Stufe der Entwicklung heben. Ein Defizit scheint der Mangel an „Monstern“ am Feld zu sein. Was man so hört wird an eventuell vorhandenen körperlichen Defiziten aber konzentriert gearbeitet. Das Catchup Spiel verlässt sich im Vergleich aber am meisten auf Wurftechnik und Raffinesse.

Upsa Daisy scheint noch immer in einer Neufindungsphase zu stecken die nach dem glorreichen Worldsturnier begann. In Weiz wurden einige Spieler schmerzlich vermisst die dem UD spiel die nötige Stabilität geben. Gegner die körperlich dagegenhalten konnten und mit dem großen Druck durch UD in der Defence umgehen konnten fehlte einfach die Ruhe und Abgeklärtheit im Spiel nach vorne. Ich bin gespannt ob sich die Konzentration in dieser Saison auf Openturniere bei der ÖM auszahlen wird.

Ergebnisse

Weiz war glaube ich der Start in das beste Jahr im Österreichischen Ultimate. Es gibt ernsthafte (professionell scheint noch übertrieben) Nationalteams. Die Teams überbieten sich gegenseitig im Trainingseifer. Die Zahl der Spieler wächst auch ständig. Man darf glaube ich schon zu überlegen beginnen ab wie vielen Teams eine 3. Division benötigt wird.

10. März 2012
von Peter
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Übersee #3 Buenos Aires

Wo bist du genau und was machst du da?

Befinde mich in Buenos Aires, Argentinien. Mache im Rahmen meines Vwl Masters ein Auslandssemester und studiere hier Internationale Beziehungen auf der Universidad Torcuato Di Tella.

Spielst du Club/ Pick-up/ an der Uni?

Ich spiele die zweimal jährlichen stattfindenden Meisterschaften (soft-mixed) mit meinem Team Aqua, spiele jeden Samstag Pick-Up und davor findet noch das Training für das „Nationalteam“ Truco, mit welchem wir auf die Panamerikanischen Meisterschaften nach Medellin, Kolumbien fahren, statt.

Wieviele Teams gibts in deiner Umgebung, wie groß sind die Teams?

In Argentinien gibt es 6 verschiedene Teams (alle soft-mixed), welche sich alle in Buenos Aires befinden. Die Größen variieren zwischen 8-20 Spielerinnen und Spieler.

Wie organisiert/strukturiert ist dein Team bzw. Ultimate in der Gegend?

Ultimate ist hier ein sehr junger Sport und sehr stark durch die große kolumbianische Gemeinschaft geprägt. Das heißt die besten und fittesten Spieler sind Kolumbianer. Jedes Team trainiert durchschnittlich 1x pro Woche, wobei die Trainings oft nur schlecht besucht sind und kein hohes Niveau aufweisen. Die Liga ist recht gut organisiert, es werden genaue Aufzeichnungen über alle Scores geführt, das Feld auf dem gespielt wird ist leider eine Katastrophe. Durch das durchwegs trockene und heiße Klima ist das nicht betreute Feld ein harter und teils steiniger Acker, auf welchem teilweise Gras wächst.

Hat Ultimate einen anderen Stellenwert bei den Spielern als in Ö?

Die Ultimate Gemeinde ist sehr heterogen. 1. wird sie sehr stark durch die AustauschstudentInnen geprägt. 2. ist es hier ein sehr junger Sport, das heißt das Niveau ist recht niedrig und der Spaß steht im Vordergrund.

Hat Ultimate einen anderen Stellenwert / Bekanntheitsgrad bei Nicht-Ultimate-Spielern?

Ultimate Frisbee ist in Argentinien auf jeden Fall noch unbekannter als in Österreich. Wie gesagt, der professionelle Anspruch hält sich sehr in Grenzen.

Ich nehm an du hast schon ein Turnier gespielt!? Wie sind die Unterschiede beim Turnier von Europa zu deinem Standort?

Turniere sind viel kleiner, rein auf Spaß ausgelegt und meistens Pick-Up oder Soft-Mixed. Die Organisation und Felder sind leider auch noch nicht mit Europa zu vergleichen.

Wie sind die Unterschiede auf dem Feld (Regeln, Spirit) zu Europa?

Das Spiel hier ist extrem risikofreudig trotz mangelnden Könnens. Es gibt ein Bewusstsein, dass es Regeln gibt. Ausreichend Personen, die ein fundiertes Wissen hier aufweisen können, gibt es jedoch leider nicht. Durch den kolumbianischen Einfluss ist die Spielweise und der Körperkontak oft intensiver als in Europa. Spirit hat, wobei es extreme Unterschiede unter den Teams gibt, einen eher niedrigeren Stellenwert als bei uns.

Wie ist das Niveau im Vergleich?

Das Niveau ist deutlich schlechter. Dies liegt nicht nur daran, dass es nur eine soft-mixed Liga gibt, die Anzahl der SpielerInnen viel zu klein ist, die Motivation sich zu verbessern nur bei einem zu geringen Teil vorhanden ist, die Risikobereitschaft zu groß ist, sondern auch an der Tatsache, dass es den einzelnen Teams an erfahrenen SpielerInnen mangelt, welche strukturierte Trainings abhalten und auf einen breiten Fundus an Taktik zurückgreifen können.

Spielt derselbe Menschenschlag Ultimate wie in Österreich?

Schwierig zu sagen. Die Ultimate-Gemeinde ist, wie schon gesagt, sehr heterogen. Prinzipiell würde ich sagen, dass aber, genauso wie in Österreich, eher sympathische Leute den Sport betreiben.

5. März 2012
von Peter
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Eindrücke aus HaWeiz Damenedition

Das Größte Indoorturnier Österreichs ist vorbei und hat einen Ausblick auf die Saison 2012 gegeben. Ich wage es zu behaupten 2012 wird das beste Jahr im Österreichischen Ultimate. Die Prognose ist übrigens bei einem so schnell wachsenden Sport ziemlich hohl. 2013 wird bestimmt noch besser.

Bevor ich alles lobe was in Österreich einer Scheibe nachrennt erst mal ein großes Lob an Catchup für die Organisation dieses Turniers. Das Catchup in Mitgliederzahlen einem Bienenschwarm ähnelt, macht das ganze sicher einfacher, mit 4,5 Teams im Turnier alles so reibungslos ablaufen zu lassen ist allerdings ganz großes Kino.
Ganz besonders herauszuheben ist die Videoaufzeichnung die sich in diesem Jahr auf Vier-Schanzen-Tournee Niveau bewegt, zumindest vom technischen Aufwand her. Für alle die nicht dort waren möchte ich nicht zu viel verraten, aber ich denke die Videos werden Furore machen auch außerhalb der Österreichischen Frisbeescene.

Gratulation an die Eyecatchers, die in einem Augenschmaus von einem Finale die CUSB Damen mit 17:16 besiegen konnten.
Das erfreulichste am Damenturnier waren aus meiner Sicht die 8 Österreichischen Frauenteams. Auch wenn viele Teams zusammengewürfelt sind und teamintern große Niveauunterschiede herrschen spricht vieles dafür das Frauenultimate in Österreich am aufsteigenden Ast ist.

Vor allem das steirische Damenultimate boomt mit 4 der 10 teilnehmenden Teams.

Ich erlaube mir bei den Damen und später auch bei Open Rückschlüsse von diesem Turnier auf die Outdoorsaison.

Eyecatchers und Box streben an auch international aufzuzeigen und werden sich wahrscheinlich den Titel in der Damenklasse ausmachen. Beide Teams zeigen, dass sich kontinuierliche Arbeit bezahlt macht und haben jetzt jeweils ein sehr breit aufgestelltes Team bei dem Ausfälle von einzelnen Spielerinnen, bis auf manche Ausnahmen in beiden Teams, kompensiert werden können.

Die amtierenden Meisterinnen von den W.adies konnten in Weiz den vierten Platz hinter Box erreichen. Ob und in welcher Formation W.adies bei der ÖM antreten wird sich wohl erst spät in der Saison entscheiden. Durch Veränderungen in den Lebensumständen wichtiger Säulen im Team, scheint das ganze Projekt im Moment auf wackeligen Beinen zu stehen.
Hinter den drei Halbfinalistinnen gibt es einige Teams auf ähnlichem Niveau bei denen mir eine Einstufung schwer fällt.

Ergebnisse

 

An der Stelle möchte ich noch einmal um weitere Autoren werben. Frauen sollten über Frauenultimate schreiben. Meine Meinung sollte man bei dem Thema getrost ignorieren vor allem weil ich selber im parallel laufenden Open Turnier gespielt habe und nur vereinzelt, wenn auch mit Interesse den Damenbewerb verfolgt habe.
Also wenn Ihr etwas zu sagen habt nehmt Kontakt mit Autimate auf.

29. Januar 2012
von Peter
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Übersee #2 Arkansas

In der zweiten Folge von Interviews mit Österreichischen Spielern die im Ausland Erfahrung sammeln konnten: Dominik Fischer  von Catchup Graz, Kapitän des Open Nationalteams 2011 in Maribor.

Wo bist du genau und was machst du da?

Ich habe ein Auslandssemester an der University of Arkansas in Fayetteville, Arkansas, verbracht.

Spielst du Club/ Pick-up/ an der Uni?

In den ca. 5 Monaten habe ich für das Club Team der Uni, „Ludicrous Speed“ gespielt. Da es mein
erstes Jahr an einer Amerikanischen Uni war, konnte ich als „Freshman“ spielen und zu
Anfängerturnieren mitfahren, obwohl ich schon ein Zeiterl Ultimate am Buckel hatte. In den USA darf
man normalerweise jeden Sport an der Uni nur fünf Jahre spielen, dann wird man zu Sectionals
(sowie Regionals und Nationals) nicht mehr zugelassen. Da das Unitraininig immer gleichzeitig mit
den Pick-up Spielen stattfand konnte ich dort nur mitspielen wenn das andere Training ausfiel, was
sehr selten war, denn konnten wir nicht auf den Platz gab es „Chalktalks“ (Taktikbesprechungen mit
Anwesenheitspflicht) und danach ein Workout im Sportzentrum der Uni.

Wieviele Teams gibts in deiner Umgebung, wie groß sind die Teams?

Um diese Frage zu beantworten müsste man Gegend genauer definieren. In Fayetteville selbst gibt es
ein High School Team („Dark Side“) von dem die meisten Spieler dann auch für das Uni Team spielen,
sobald sie an der Uni sind. Dark Side war vor zwei Jahren auch bei den High School Nationals dabei,
dem Nachwuchs wird also eine große Rolle zugeschrieben.
Zu den Regionals fuhr dieses Jahr ein Mixed Team aus Fayetteville, „Tune Squad“, konnte aber nicht
aufsteigen. Die Mastersszene dürfte in Fayetteville recht groß sein, denn bei diversen Masters
Teams, die bei Nationals vertreten sind, spielen immer wieder Leute aus Fayetteville mit und auch
bei den Pick-up Spielen wo ich dabei war waren es meist ältere Spieler und Innen mit denen dem
Plastik nach gehetzt wurde.
Dann gäbe es da noch „Liquor and Cleats“ aus Fayetteville, die es immer wieder auf internationale
Turniere wie Paganello schaffen. Sonst kann ich zu denen aber recht wenig sagen.
In der näheren Umgebung gibt es sicher noch einige Teams von denen ich nichts weiß. Oft kommt es
auch vor, dass sich gute Spieler zusammentun um bei den Regionals  zu spielen und aufzusteigen,
diese Projekte waren bis jetzt aber noch nicht von Erfolg gekrönt soweit ich weiß (unter anderem
auch auf Grund der Stärke der anderen Teams aus der Region – Double Wide und Chain Lightning).
In Arkansas gibt es weiters ein paar Universitäten und jede Uni hat ihr eigenes Team. Es ist also weit
mehr los als in Österreich, vor allem auf akademischer Ebene. Auch sind die meisten Teams viel
Größer als bei uns. Meine Mannschaft, ein reines Open Team, hat am Ende des Semesters in etwa 30
Mitglieder gehabt, wovon aber meistens mindestens 25 Jungs bei Trainings anwesend waren.

Wie organisiert/strukturiert ist dein Team bzw. Ultimate in der Gegend?

Ultimate wird in der Gegend um Fayeteville von den „Fayetteville Disc Association“ organisiert.
Soweit ich das mitbekommen habe sind die meisten Spieler dort Mitglied (vielleicht ist man auch
automatisch Mitglied wenn man im Club spielt). Die FDA hat verschiedene Interessen wie den
Nachwuchs zu fördern, Möglichkeiten zu bieten Ultimate zu Spielen (Platzangebot schaffen), und
Turniere und Ligen (es gibt eine Winterleauge und eine Summerleague) auszurichten.
Bei dem einen Turnier, bei dem ich dabei war („Harvest Moon“ – über 70 Teams, 25 Felder)
koordinieren einige Leute von der FDA und kassieren dann aber auch Geld dafür. Das funktioniert
dort anscheinend recht gut, die Dimensionen sind dennoch nicht sehr einfach zu begreifen.
Mein Team hatte im Wintersemester zwei Coaches, die selber auch Spieler waren (im
Sommersemester werden sie dann einen Coach von außen haben). Beide hatten jedenfalls recht viel
Erfahrung, vor allem der Headcoach (er war Senior, also in seinem letzten College Jahr), und
zusammen haben die das Training geleitet und auf Turnieren gesagt was passiert. Mir kam vor, dass
Hierarchie dort einen ganz anderen Stellenwert hatte als bei uns ins Österreich. Was der Captain
gesagt hat wurde gemacht, ob es einem passte oder nicht – da hat es einfach nie eine Diskussion
gegeben – nie.
Das gesamte Spiel kam mir auch viel strukturierter vor: Positionen waren rigider festgelegt,
Spielzeiten viel ungleicher unter den Spielern verteilt (ich war auf Turnieren, wo die Hälfte der
Mannschaft weniger als 5 Punkte im gesamten Turnier gespielt hat), und die älteren Spieler hatten
im Zweifelsfall das Vorrecht. Dafür wusste jeder was sein Part im Team war, und viele sahen das als
Ansporn im nächsten Jahr weiter nach oben zu kommen und stärker zu werden.

Hat Ultimate einen anderen Stellenwert bei den Spielern als in Ö?

Ich glaube nicht. Auch in den USA schätzt man die generelle Offenheit von Frisbeespielern und die
Atmosphäre von Turnieren. Die meisten wissen, dass sie mit Ultimate nicht berühmt werden können,
sie spielen es weil die normalen Kids eh den anderen Mist machen und sie eben ein bisserl was
anderes tun um die Zeit über die Runden zu bringen.
Kompetitives Spiel ist jedoch gegenwärtiger als bei uns. Bei Turnieren wird natürlich Bier getrunken
und gefeiert, aber wenn man nicht spielen kann am nächsten Tag kann man ernsthafte Probleme
bekommen. Auch denke ich, dass zu viele Leute schon zu viel Zeit in den Sport investieren, als dass
sie sich durch eine Party den nächsten Tag versauen wollen würden. Aber der Trend kommt bei uns
ja auch.

Hat Ultimate einen anderen Stellenwert / Bekanntheitsgrad bei Nicht-Ultimate-Spielern?

Generell denke ich, dass Ultimate bekannter ist als bei uns. Nichtsdestotrotz kennen viele Menschen
Ultimate auch dort nicht. Was ich interessant gefunden habe ist, dass die meisten Menschen, denen
man erzählt dass man „Frisbee spielt“ einen fragen ob ich Frisbee Golf meinte. Golfkurse kann man
überall finden und anscheinend haben auch schon viele Menschen in den USA einmal selbst gespielt
oder es zumindest einmal in einem Park gesehen. Die erste gedankliche Verbindung zu Frisbee ist
also eine andere als bei uns in Österreich wo man Frisbee Golf wohl noch weniger kennt als Ultimate
und Frisbee nur mit Park, Strand oder maximal mit einem Hund verbindet.

Ich nehm an du hast schon ein Turnier gespielt!? Wie sind die Unterschiede beim Turnier von Europa zu deinem Standort?

Generell sind Frisbeeturniere viel größer in den USA als bei uns. Mehr Teams, mehr Felder – 70 Teams
sind keine Seltenheit -, aber sie haben ja auch den Platz. Es wird viel länger outdoor gespielt als bei
uns: das letzte Turnier, das ich gespielt habe war am letzten Novemberwochenende 2011, aber auch
danach hätte es noch Turniere gegeben.
Seedings sind viel wichtiger als bei uns, denn bei so vielen Teams macht es schon einen Unterschied
ob man gegen ein starkes Team oder drei in der Vorrunde spielen muss. Oft gibt es auch Power

Pools, die spielen sich am ersten Tag nur den Gegner vom zweiten Tag aus, sind aber schon fix top zehn; Teams die nicht in den Power Pools sind haben es wirklich schwer dann noch nach oben zu
kommen). Man hat normalerweise vier Spiele am Samstag (ich glaube es waren so 90 Minuten pro
Spiel), ohne wirkliche Pause zwischen den Spielen – außer man fertigt das andere Team schneller ab
(bzw. umgekehrt). Oft fallen aber auch Teams aus oder fahren frühzeitig heim und man hat ein
Freilos. Das passiert oft auch am ersten Spiel am Sonntag. Am Sonntag wird meistens k.o. – System
gespielt und wenn man raus ist fährt man heim. Den dritten Platz interessiert kein Mensch, es zählt
nur der Erste!
Einen Spiritcircle gibt es nicht, man klatscht nach dem Ende des Spiels mit der anderen Mannschaft
ab und vergibt dann keinen Spirit, ergo gibt es keine Spirit-Awards.

Wie sind die Unterschiede auf dem Feld (Regeln, Spirit) zu Europa?

Es geht bei den Amis ums gewinnen! Wenn man ein Spiel verliert sind mal alle „pissed“ und um
dieses Gefühl zu vermeiden wird alles gegeben, ich würde sagen mehr als bei uns. Auf
Schmerzmitteln spielen ist ganz normal und auch ok. Der Respekt vor dem Körper des Gegners ist
auch wesentlich geringer als bei uns, das ist dort einfach so. Amis zucken meistens aber auch nicht
wahnsinnig aus wenn ein anderer Spieler gefährlich in sie rein geht. Körperkontakt ist Teil des
Spieles, in Luftkämpfen werden wenig Fouls gecallt, ein gesundes Gerangel gehört dazu, und ich
muss sagen, nach einer kurzen Gewöhnungsphase war das gar nicht so unangenehm.
Den Spirit der Amis habe ich für eher schlecht empfunden. Die meisten sind zwar sehr ruhig am Feld
und in Diskussionen, callen oder contesten aber prinzipiell so wie es ihnen am besten passt – das
kann den Ausgang eines Spiels dann doch verändern. Abseits des Feldes wird auch gerne gegen
andere Teams gestichelt, bzw. in der Teambesprechung werden oft harte Worte gefunden um das
eigene Team anzustacheln – gewöhnungsbedürftig.

Wie ist das Niveau im Vergleich?

Für das Alter meines Teams (die meisten jünger als 22, ich war der Zweitälteste mit 24) war das
Niveau sehr hoch, allerdings habe ich auch andere College Teams (Carleton, Michigan, Texas,…)
gesehen wo es erst so richtig zur Sache gegangen ist. Ich glaube Österreich kann einfach schon von
der Anzahl der verfügbaren Spieler mit dem Niveau nie mithalten. Die Dichte ist einfach höher und
das System um Topteams zu produzieren ausgereifter und weiter entwickelt als bei uns.

Spielt derselbe Menschenschlag Ultimate wie in Österreich?

Ich glaub man findet in den USA genauso viel Farbenfrohheit und Ausprägungen in alle Richtungen wie bei uns.

6. Januar 2012
von Peter
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Übersee #1 Singapur

Die erste Folge von Email-Interviews mit österreichischen Frisbeespielern in der weiten Ultimatewelt.
1. Folge mit Bernhard Siebendorfer, Ultimate Spieler seit 4 Jahren bei Dreh&Trink Ultimate Wien.

Wo bist du genau und was machst du da?

In Singapur. Forschungsaufenthalt während dem Doktoratsstudium.

Spielst du Club/ Pick-up/ an der Uni?

Pick-up jeden Samstag am Strand. Wenn’s sichs ausgeht unter der Woche Training mit dem Team an meiner Uni.

Wieviele Teams gibts in deiner Umgebung, wie groß sind die Teams?

Große Teams gibt es drei. Die können zur Not auch 3 Linien stellen bei den wichtigen Turnieren. Durchschnittliche Teams gibt’s nur eines. Der Rest sind alles Uni und Schulteams. Bei den Ligen treten insgesamt um die 20 Teams an (große Clubs stellen da mehr als ein Team).

Wie organisiert/strukturiert ist dein Team bzw. Ultimate in der Gegend?

UPAS (Ultimate Players Association Singapore) ist sehr gut organisiert.

Hat Ultimate einen anderen Stellenwert bei den Spielern als in Ö?

Kann man so glaub ich nicht sagen. Gibt hüben wie drüben Leute dies lässiger bzw. ernster nehmen. Für die großen Teams muss man den Biss haben, wie in Europa auch… Einziger großer Unterschied ist der Anteil von Gläubigen. Es gibt in jedem Team einen gewissen Anteil der bei Turnieren am Sonntag erst nach der Kirche am Nachmittag auftaucht. Ebenfalls anders ist das der Sport Großteils von jungen Leuten ausgeübt wird. Gerade für Mädchen ist es nicht ungewöhnlich die Ultimate Karriere schon mit ca. 25 an den Nagel zu hängen. Leute sind mehr fokussiert auf Karriere/Familie als auf den Frisbeesport.

Hat Ultimate einen anderen Stellenwert / Bekanntheitsgrad bei Nicht-Ultimate-Spielern?

Kommt mir eigentlich nicht so vor.

Ich nehm an du hast schon ein Turnier gespielt!? Wie sind die Unterschiede beim Turnier von Europa zu deinem Standort?

Wie du sicher auf den Fotos gesehen hast ist der Hauptunterschied die Qualität des Rasens. Der andauernde Regen führt zu unglaublichen Schlammschlachten. Partys finden meist in seltsamen Lokalen statt als bei den Feldern. Deshalb kommt bei den Alkoholpreisen hier nie die richtige Ultimate-Party Stimmung auf.

Wie sind die Unterschiede auf dem Feld (Regeln, Spirit) zu Europa?

Spirit hat bei den Spielern hier denke ich einen geringeren Stellenwert als in Europa. Sind viele Kleinigkeiten die zusammenkommen und mich stören. Zum bespiel nehmen die erfahreneren Spieler Violations in Kauf, weil sie wissen dass sie von den anderen Spielern fast nie gecallt werden. Beispiele: Absichtliche aggressive Verletzungen von Distance bzw. straddeling  beim marken. Travelling ist hier sowieso an der Tagesordnung. Im Mixed kommt noch dazu, dass den Burschen manchmal das Gefühl für den Raum der Mädels fehlt.

Wie ist das Niveau im Vergleich?

Tempo ist hoch da die Spieler sehr jung und fit sind. Taktische Disziplin bzw. Spielverständnis würde ich niedriger als in Österreich einstufen.

Spielt derselbe Menschenschlag Ultimate wie in Österreich?

Denselben Menschenschlag gibt’s in Singapur nicht. Die meisten der Expatriates sind so wie in Europa/USA oder wo sie eben herkommen. Die einheimischen sind alle sehr fokussiert und jung. Manche wie schon erwähnt sehr religiös. Partykultur wie in Europa gibt’s dank der Getränkepreise sowieso nicht. Bzw. auch kaum Musik Szene abseits vom Dubstep Gerummse. Also besteht die ganze Szene nicht so sehr aus Alternativen wie in Europa.

Bernhard in Singapur

1. Januar 2012
von Peter
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Termine 2012

Nachdem der Turnierkalender in diesem Jahr umfangreicher und komplizierter wird versuche ich einmal mich durchs Turnierdickicht zu kämpfen.

Hier die Liste der Turniere wo es schon Termine gibt und wo für gewöhnlich Ö Teams hinfahren, weiters die möglichen Termine für unsere Meisterschaften:

7.-8.1. Pudlhaubn
14.-15.1. Zamperlcup
21.-22.1. Bubblepest

18.-19.2. haWeiz

3.-4.3. Yellow Submarine
10.-11.3. Inn d’Or
17.-18.3. Catchup Juniors Indoor Turnier
24.-25.3. Winterleague

5.-9.4. Paganello
13.-14.4. Winterthur
16.-22.4. Sokeyekamp
27.-29.4. Tom’s Tourney
28.4.-1.5. Bibione Co-ed

11.-13.5. Frisbix
18.-20.5. Wonderful Copenhagen
26.-28.5. Berlin Ultimate Mitte
26.-28.5. Beach ÖM (wird gemunkelt)
26.-28.5. Talampaya

2.-3.6. ÖM Qualiturnier 1.Option
9.-10.6. ÖM Qualiturnier 2.Option
15.-17.6. Windmill Windup

30.6.-1.7. Open + Damen ÖM (einzige Alternative wäre das Wochenende davor)
7.-8.7. Cheekeria (zu 95% hört man)
7.-14.7. World Ultimate and Guts Championship Japan

3.-5.8. EUC-east Maribor
12.-18.8. WFDF World Junior Ultimate Championships 2012

1.-2.9. Mixed Qualiturnier 1.Option
8.-9.9. Mixed Qualiturnier 2.Option
21.-23.9. Burla Beach Cup
28.-30.9. EUCF Frankfurt

6.-7.10. MÖM 1. Option
13.-14.10.  MÖM 2. Option

Der Terminkalender ist sehr dicht wie ich gerade gemerkt habe. Freie Termine, wo man mit einem Turnier oder Trainingslager nicht mit irgendwelchen etablierten Veranstaltungen konkurrieren muss sind rar.
Für den Sommer sind noch keine Termine für Turniere in Österreich veröffentlicht. Mit Kumberg, Timmy, Poysdorf und Kundl ist aber wohl wieder zu rechnen.
Die Beach ÖM, falls sie zu Stande kommt, würden der EÖFC oder die Mödlinger organisieren bzw. der Oddi mehr oder weniger in Eigenregie.

Für die 4 anderen Termine werden noch Veranstalter gesucht. Ein schwieriges Unterfangen weil sich in den letzten Jahren kaum Veranstalter für die 2 Termine gefunden haben. Durch die Verkleinerung der Veranstaltungen fallen aber viele Probleme weg und so kann man hoffen, dass Teams die länger turniermäßig nicht mehr von sich hören machten als Veranstalter auftreten könnten.

 

Die sicher sinnvolle Trennung der Termine für die einzelnen Divisionen führt aber auch zu noch ungelösten Problemen.
Die Meister werden wahrscheinlich unter Ausschluss der, eh schon kleinen, Frisbeeöffentlichkeit gekürt. Nur die 8 besten Teams sind theoretisch anwesend und lange Anreisen werden nicht viele Zuschauer auf sich nehmen. 2 Lösungen fallen mir spontan ein.
Intensive Berichterstattung mit einem Livestream oder abgeschwächt wenigstens einem Twitterfeed und das Finale im Anschluss im Internet veröffentlichen.
Um mehr Zuschauer zum Finalfeld zu bekommen könnte man parallel zur ÖM ein zweites Turnier veranstalten (5vs5, Hatturnier…) und die Spielzeiten zuschauerfreundlich legen.
Das zweite und bei weitem wichtiger Problem ist die Frage wie sieht in Zukunft die Generalversammlung des Frisbeeverbands aus? Das Event wo alle zusammen kommen gibt es nicht mehr und damit werden die ÖM Abende für Funktionäre angenehmer, allerdings gibt es noch keinen neuen Plan wie man eine maximale Beteiligung zusammen bekommt.

So eine richtige Idee habe ich auch nicht eine Klausur unabhängig von einem Turnier scheint sinnvoll, ob sich da aber alle wichtigen Akteure auf einen Termin einigen können bleibt eher unrealistisch.

 

Am Schluss möchte ich noch um, vorallem mit dem Ziel das Große Terminschachern zu starten, verkünden das sich Chuck Bronson um die Ausrichtung der MÖM Qualifikationsrunde im September bemühen wird. Sofern wir den Zuschlag bekommen veranstalten wir dieses Turnier in Wien oder vor den Toren von Wien.

22. November 2011
von Peter
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Ausg’steckt is! Wolkersdorf 2011

Letztes Wochenende gab es den ersten Teil der Österreichischen inoffiziellen Indoor-Meisterschaft in Wolkersdorf. Der zweite Teil findet gewöhnlich in Weiz statt, aus der Kombination der Ergebnisse kann man sich das beste Österreichische Indoor Team errechnen, auch wenn ein Turnier Mixed und eines Open bzw. Damen gespielt wird.
Heuer waren bis auf die Ausnahmen Yellow Fever und Spezi(Tiefseetaucher) ausschließlich heimische Teams am Start. Das es keine Österreichische Hallen ÖM gibt, man muss sich fragen ist Hallenultimate überhaupt ernst zu nehmen, hat den Vorteil das die Partys ausgelassener werden womit die Tagesbeschäftigung für viele zur nützlichen Ausrede wird um ordentlich zu feiern. Die andern fahren halt über Nacht nach Hause.

Ein Ergebnis aus der Vorrunde bringt mich zu der Aussage das Hallenultimate nicht ernst zu nehmen ist. Upsa Daisy – Soul Gringos in einer 22min Partie 17:17, Defence Fehlanzeige oder einfach Chancenlos. Im Halbfinale gabs das Spiel erneut, mit dem besseren Ende für UD, die diesmal ihren Vorsprung verteidigen konnten und sich mit 14:13 durchsetzten. In der Vorrunde hatten sie noch eine 4 Pkt. Vorsprung am Ende hergegeben.

Im 2. Halbfinale gewann das Wunderteam durchaus überraschend gg. die zwar zusammengewürfelten aber nach dem ersten Tag stärker einzuschätzenden Yellow Fever.

Die Untersten Kreuzspiele brachten auch Überraschungen in beiden Partien gewannen die schwächer eigeschätzten Teams.
Styrian High 5 konnte gg. spin&drink2 gewinnen obwohl sie das ganze Wochenende mit allerhöchstens 2 Auswechselspielern bestritten hatten. Noch dazu waren insgesamt immer 3 Mädels auf der Linie. Im besagten Spiel brachte ihre Zone, die allen Teams während des Wochenendes, trotz einem Burschen mehr am Platz, Kopfzerbrechen bereitete, den Erfolg. Die Steirer haben sich wirklich den Respekt aller anwesenden Teams durch die Art wie sie mit so vielen Ausfällen umgehen konnten verdient und durften den SotG mit nach Hause nehmen.
Im zweiten unteren Kreuzspiel kam es ebenfalls zu einer Neuauflage aus der Gruppenphase. Mosquitos gg CB war in der Vorrunde +1 für Mosquitos ausgegangen, noch dazu mit einem heißdiskutierten letzten Punkt (Kleine Regelfrage: Es kommt zu einem Stripcall beim hinteren Eck der Endzone, Contest, ein nicht in den Strip involvierter Spieler callt Out. Was macht man da? In dem Fall wurde die Scheibe zurückgeschickt auch weil nur noch 20sec zu spielen waren. Im Spiel ist der Outcall ein wenig untergegangen nach dem Spiel hieß es es wäre sowieso Forceout gewesen. Die Frage ist jetzt primär: Ist es wichtig ob der Outcall nach dem Stripcall fällt? Nachdem die Situation sehr entscheidend und ein wenig unübersichtlich war schätze ich das die Scheibe in jedem Fall zu Werfer zurückgekommen wäre). Im Kreuzspiel waren die Mosquitos, die am Samstag zu einem großen Teil nach Klosterneuburg zurückgefahren waren und mit Verstärkungen am Sonntag aufgetaucht waren, schnell 8:3 in Führung gegangen bevor eine Aufholjagd begann, die die Halle zum kochen brachte. Am Ende stand es 12:11 für CB.

Sonst weiß ich nichts zu berichten außer das es einen Haufen blaue Augen und angeknackste Nasen gab. Die Rettung musste 2x kommen, beide male aber ohne direkten Frisbeebezug. Ich lasse jetzt die Bilder vom Finale sprechen. Im Hintergrund hört man einen Auszug aus dem Mitschnitt der Party die wie immer toll war.

Finale UD gg. W.underteam

Zu den Ergebnissen: (derweil noch ohne Gewähr):

12: Spin&Drink 2

11: Mosquitos

10: Styrian High 5

9: Chuck Bronson

8: Spin&Trink 1

7: Flying Circus

6: Spezi

5: Cheek 2 Cheek

4: Soul Gringos

3: Yellow Fever

2: W.underteam

1: Upsa Daisy