4. Juli 2012
von Peter
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Marc „Schlumpf“ Huber #30 im Interview

Nach dem Audiointerview vor der Saison steht unser Mann in der AUDL, jetzt bevor er eine Pause vom Profigeschäft nimmt um sein Land in Sakai bei den WUGC 2012  zu vertreten, Rede und Antwort.

Wie verläuft die Saison bis jetzt?

Der Anfang war etwas holprig. Viele gute Einzelspieler machen noch lange kein gutes Team aus. Nachdem wir aus vielen verschiedenen Städten und Teams kommen hat uns den ersten Monat eindeutig die Chemie gefehlt. Wir hatten selten bis nie alle gemeinsam trainiert und die Spielideen gingen oft in verschiedene Richtungen. In letzter Zeit funktioniert es nun besser und wir konnten in den letzten zwei Monaten fast alle Spiele gewinnen und so vom letzten auf den ersten Platz in unserer Division vorrücken.

Auf was führst du die besseren Ergebnisse in letzter Zeit zurück?

Einerseits haben wir nach den ersten drei Spielen zusätzliche Mannschaftstrainings eingeschoben und eine gemeinsame Spielidee erarbeitet und haben viele Missverständnisse aus der Welt geschafft. Andererseits hat der Ausfall von Brodie Smith alle anderen Spieler gezwungen mehr Verantwortung zu übernehmen die alle vorher auf seine Schultern abgeladen haben und uns Wunder von ihm erhofft. Wir ließen ihm gar keine andere Wahl, als viel zu riskieren, weil alle anderen Optionen damit beschäftigt waren ihm zuzusehen und einsilent Stall von sieben Sekunden verzeiht einem kein zögern.

Habt ihr euch an die neuen Regeln erst gewöhnen müssen?

Die neuen Regeln waren natürlich gewöhnungsbedürftig, aber während des Spiels sind die Unterschiede nicht sooo groß. Die meisten machen sich zwischen den Punkten oder Abseits des Feldes bemerkbar, aber auch das erhöht den Druck auf jeden Spieler.

Wie ist so das Profileben?

Zeitaufwendig – jede Wochenende ist schon mal besetzt und wenn die Alleycats einmal spielfrei geben, dann klopft das Nationalteam an und so bin ich seit Februar wohl kein Wochenende zu Hause gewesen sondern immer auf einem Platz zu finden.

Bitte erkläre uns deine spezifische Rolle im Spiel der „Alley Cats“?

Bis vor 2 Wochen war ich in der Defense-Line und habe dortgepulled und war „Forward-guard“  bzw. für die Spielmacher des Gegners zuständig. Die letzten Wochen spiele ich vermehrt Offense-Line, weil und helfe in der D-Line aus. Leider konnte ich das letzte Wochenende wenig beides spielen, da ich mir eine Leistenzerrung zugezogen habe und die beschränkt meine Einsatzdauer pro Spiel leider ziemlich. Nach der WM hoffe ich, dass ich wieder vermehrt auf beidenLines eingesetzt werde und viel Spielzeit bekomme.

Wie ist die Erfahrung mit Schiedsrichtern Ultimate zu spielen?

Super! Es gibt kein „ausnutzen“ von Regeln, oder Regellücken mehr die es allzu oft Spielern ermöglicht haben in engen Situationen das Spiel wissentlich zu beeinflussen. Nun kann man das Spiel zwar auch beeinflussen, aber zB. Mit jedem Foul das ich begehe um einen Huck zu verhindern kommt der Gegner näher an meine Endzone und somit in die Reichweite der Endzone und ich komm näher an ein unsportliches Foul welches beim zweiten Mal den Ausschluss bedeutet.

Du Spielst noch unter der AUDL Saison Turniere in Europa, wie schaffst du die Umstellung?

Schwer – sowohl die Zeitumstellung als auch die Umstellung zwischen den Teams ist jedes Mal eine kleine Herausforderung. Ich habe allerdings mittlerweile ein Heft mit allen Spielzügen und Besonderheiten in den verschiedenen Teams.

Du wirst auch für Österreich in Japan spielen. Wie nehmen das die Teamkameraden auf?

Sie sind verständnisvoll und unterstützen mich dabei, dass ich so eine Chance auch während der Saison wahrnehme.

Wie beeinflusst deine zeitweilige Abwesenheit deine Rolle im Team?

Am Beginn war es schwierig „gesehen“ zu werden, aber zur Hälfte der Saison war ich in den Top 3 der Defender in der gesamten AUDL und mein Spiel hat dafür gesorgt, dass ich mehr und mehr aufgefallen bin. Gott sei Dank meist positiv und das ist auch ein Grund, warum ich nun auf beide Linien gestellt werde.

Bitte erklär die Eile beim Scheibenputzen vor dem Pull von manchen schon „schlumpfen“ genannt.

Drei Besonderheiten bei der AUDL:

1. Die Spielsscheiben sind bei JEDEM Spiel neu. Sprich sie sind äußerst rutschig bei Regen oder auch nur feuchtem Rasen und es sind acht Scheiben die ähnlich wie bei Fußball sofort ausgewechselt werden, wenn eine ins out fliegt und an die Outlinie kommen, damit das Spiel sofort weitergeführt werden kann.

2. Das Spielfeld ist um einiges länger – sprich man pullt kaum noch mit Gefühl sondern nur noch so hart man kann um möglichst weit in die Gegnerische Hälfte zu kommen.

3. Hat man zwischen den Punkten nur 40 Sekunden und dann muss der Pull schon in der Luft sein, also hat man ab dem Zeitpunkt bis man zur Linie ist und die Scheibe hat kaum noch Zeit sich auf den Pull vorzubereiten.

Wie ist das leben in einem Haus mit Social Media Ikone und AUDL Zugpferd Brodie Smith?

Wie in jeder WG! Mindestens zwei Computer, jede Menge Sportgeräte die rumliegen, den ganzen Tag wird nach Essen gesucht und die meisten Freizeitbeschäftigungen drehen sich natürlich um eine Scheibe – welcher Art auch immer…

Seine Verletzung scheint den Leistungen des Teams nicht abträglich zu sein?

Wie gesagt hat seine Verletzung uns alle gezwungen mehr zu arbeiten auf dem Feld und ich bin mir sicher, wenn Brodiewieder mit uns am Feld steht sind wir stärker als je zuvor!

Planst du auch die Club Serie in den USA zu spielen?

Das steht noch ein bisschen in den Sternen. Viele meiner Teamkollegen und der Gegner in der Western Division spielen heuer bei MadCow. Nur Goose wird bei Machine spielen undBrodie und Gibson natürlich in Texas bei Doublewide.MadCow ist am überlegen mich auch auf ihren Roster zu setzen. Das wird in wohl in den nächsten Wochen entschieden…

Wie wird die AUDL medial wahrgenommen und wie steht‘s ums Zuschauerinteresse in den Stadien?

Medial ist in USA alles dran was Rang und Namen hat. Wir waren schon mehrere Male bei den ESPN Sportscenter TOP10 zu sehen und haben es sogar mit einer Scene in die TOP10 des Monats geschafft. Örtliche Zeitungen aus allen Teamstädten, lokale Blätter, Radioshows mit Interviews, Fernsehberichte mit Interviews und Berichterstattungen usw. sind überall zu finden. Zuschauerweise haben wir in Indy gute Zahlen. Mindestens 500 pro Spiel und unser Rekord liegt bei über 1200. Nur Philly hat mehr, aber bei den anderen Teams sieht es leider nicht so gut aus… Aber ich bin mir sicher, dass auch das noch besser werden kann.
In Österreich sind auch schon einige darauf aufmerksam geworden. Presse und Kurier haben schon darüber geschrieben. Der Kurier sogar eine ganze Seite mit zwei Fotos. Die Kronenzeitung hat diese Woche angerufen um ein Interview zu bekommen und FM4 hat auch Interesse bekundet mich mal einzuladen. Ich hoffe und werde alles daran setzen Ultimate bekannter zu machen und freue mich schon auf diese Zeit zurückzublicken – auf die Zeit wo alles begann!

Schlumpf Huber kann man hier auf Facebook verfolgen

2. Juli 2012
von Peter
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ÖStM Finaltag

Nachdem der erste Staatsmeisterschaftstag brütende Hitze und einen ganzen Tag Spiele beobachten von der Sideline brachte stand danach noch die alljährliche Generalversammlung an. Es war wohl die erste GV unter freiem Himmel und mit pünktlichem Ende.
Trotzdem war ich erst um 1 zu Hause und so musste ich den Bericht zum ersten Tag geschwind vor den ersten Spielen am Sonntag verfassen.

Die morgendliche Damenrunde war für den Ausgang des Turniers bedeutungslos weil die Paarungen für die Platzierungsrunde schon feststanden und noch dazu kam es zu genau den Duellen die es später gleich noch ein mal geben würde.
Im Spiel zwischen den beiden deutlich stärksten Teams zwischen Box und Eyecatchers kam es zu einem überraschend deutlichen 10:5 für die Wienerinnen von Box. Nach der deutlichen Finalniederlage in Kumberg kann man den klaren Sieg gg. EC doch als Überraschung deuten. Fürs am Nachmittag anstehende Finale war es jedenfalls eine Ansage.

Während der Damenrunde kam dann der Typische Südstadtwind, gefürchtet von diversen Winterleagues und Adventurecups, auf. Die Bedingungen versprachen also interessante Spiele zwischen den 4 besten Openteams Österreichs im Semifinale.

upsadaisy – TheBigEZ

Das Wiener Halbfinale begann mit erfolgreichen Os von beiden Seiten. Beim Stand von 2:1 war die UD Zone, die gegen Innsiders in der Vorrunde schon ihre Effektivität bewiesen hatte, zum ersten mal erfolgreich. Andrea Furlan konnte aber schnell die Scheibe zurückerobern und nach weiteren Turns hält schließlich die O und es steht 2:2.
Keine Breaks bis zum 3:3 aber dann schafft UD einen Turnover direkt vor der EZ Endzone und geht 4:3 in Führung. Nach einem tollen Pull gibt es gleich nochmal die Chance auf einen leichten Punkt nach Turnover direkt vor der EZ Zone, diese Chance wird nicht genutzt aber trotzdem kommt es zur 5:3 Führung.
Beide Teams spielen eine O sauber durch es steht 6:4. Dann gibt es einen Turn knapp vor der EZ Endzone und es gelingt aber dran zu bleiben 6:5.
Obwohl beim ersten Versuch der lange Pass nicht ankommt schaffen UD das 7:5. Es gibt noch immer böhigen Wind die EZ Zonen Offence funktioniert nach anfänglichen Schwierigkeiten aber immer besser 7:6.
Danach schafft EZ einen Turn und hat die Chance auf das wichtige 7:7 allerdings kommt der erste Pass nicht an und die Teams gehen mit 8:6 in die Halbzeit.

Die zweite Hälfte beginnt mit UD an der Scheibe aber der Huck von Hannes Zellinger ist zu flach und kann abgefangen werden. Sekunden später das selbe Bild auf der anderen Seite ein zu flacher langer Wurf und UD gelingt das 9:6.
Der Druck auf EZ steigt weil das Cap schon nahe ist und der nächste Huck geht hinter der Endzone ins Out. UD scort, die 70 Minuten Spielzeit sind vorbei, Spiel auf 12.
Die EZs schaffen das 10:7 und erzwingen einen Turn im nächsten Punkt. Das ist die Chance im letzten Moment noch heran zu kommen aber Michael Zellinger gelingt eine Handblock gegen Peter Scheruga. Das war die Krönung für Michi Z. in diesem Spiel nachdem er zuvor schon einige punktgenaue lange Würfe im starken Wind angebracht hat.

TheBigEZ schaffen keinen Punkt mehr und das Spiel endet 12:7. Der Meister ist ausgeschieden und upsadaisy ist nach letzjähriger Abstinenz wieder im Finale.

Innsiders : Catchup

Diese Partie geht ebenfalls mit sicheren Os los. Beim Stand von 1:1 kommt es vor der Innsiders Endzone zu einer längeren Diskussion es resultiert ein Turn und die Innsiders brechen zum 2:1. Gleich danach folgt das 2. Break zum 3:1. Catchup gelingt ein Punkt sie wirken entschlossen sich zu wehren.
Die Innsiders spielen die Catchup Zone lehrbuchmäßig aus und scoren ohne schwierigkeiten zum 4:2.
Catchup spielt bis vor die gegnerische Endzone gibt die Scheibe aber doch noch her ohne zu punkten. Danach stellen die Grazer wieder eine Zone auf und in ihrer eigenen Endzone gelingt der abermalige Turn 4:3.
Die Grazer erkämpfen gleich noch mal die Scheibe aber David Huter gelingt vor der Catchup Endzone ein Footblock es bleibt beim 2 Punkte Unterschied.
Catchup lässt sich Zeit beim nächsten Punkt, nimmt noch ein Timeout vor der gegnerischen Endzone und schließt auf. 5:4
Die Innsiders punkten ohne große Mühe 6:4. Catchup verliert die Scheibe im nächsten Punkt, es wird aber ein Foul gecallt und nach längerer Diskussion geht die Scheibe zurück. Innsiders erzwingen noch einen Turn und verwerten ihre Chance zum 7:4.
Catchup zeigt sich unbeeindruckt und verkürzt auf 7:5. Dann schafft es die Catchupzone wieder, Turn und die Scheibe wird bedacht, wieder wird ein Timeout genutzt, in die Endzone zum 7:5 gespielt. Innsiders verwerten und gehen mit 8:6 in die Pause.

Innsiders bekommen zur 2.Hälfte die Scheibe und machen das 9:6. Die Zeit ist aus, Catchup macht das 9:7, Spiel auf 11.
Innsiders machen den nächsten Punkt ohne Schwierigkeiten und bekommen gleich im nächsten die Chance das Spiel zu beenden. Catchup gibt sich jedoch noch nicht geschlagen und verkürzt auf 10:8.
Catchup ist am Abgrund erkämpft sich aber die Scheibe zur Chance aufs 10:9. Sie können jedoch nicht verwerten und Innsiders erspielen mit dem Wind im Rücken das 11:8. Damit sind die Innsiders nach letztem Jahr wieder im Finale.

Man muss sagen es war mehr als aufregend die vier besten Openteams Österreichs auf benachbarten Feldern um das Finale kämpfen zu sehen. Beide Spiele wären eines Finales würdig gewesen und alle vier Teams wären in meinen Augen würdige Finalisten gewesen. Passender Weise endeten sie Spiele fast in der selben Sekunde auf der gleichen Seite der Felder. Ein toller Abschluss für die zwei hoch klassigen Partien.

Im Damenbewerb konnte dann W.adies in fast komplett neuer Besetzung  den 3. Platz erkämpfen nachdem sich die 2. Box Mannschaft im Gegensatz zum Round Robin Spiel gehörig wehrte.

Bei den Herren siegten die routinierteren EZ gegen ein etwas verunsichertes Catchup Team im Spiel um Platz 3. In dieem Spiel hatte Catchup eine Schwächephase die sie sich im ganzen Turnier nicht geleistet hatten. TheBigEZ nutzten das eiskalt und konnten die Medaille sicher nach Hause spielen.

Im Damenfinale kommt nur kurz Spannung auf. Am Beginn schaffen es die Eyecatchers noch Kontakt zu halten zu den Box Damen. Nach der wohl auch für die Grazerinnen überraschend deutlichen Niederlage am Morgen will nichts so recht klappen und  EC Punkte ohne Turn sieht man kaum. Box hohlt Turn um Turn riskiert aber viele Lange die auch nicht sehr oft eine eigene Mitspielerin finden. Die Box Führung wächst, vor Allem weil gegen Betty Schneidl kein Kraut gewachsen scheint. Zwischenzeitlich steht es 7:4 für Box und die Führung wurde noch Größer.
Dann kam das große Aufbäumen der Grazerinnen, knapp vor Ende der 70 min Spielzeit wurde ihr Spiel sicherer und ein großes Comeback schien in der Luft zu liegen. Beim 10:9 für Box war die Zeit aus. Mit dem EC Comeback war es allerdings auch vorbei und Box schaffte zum ersten mal den Meistertitel mit 12:9 zu erkämpfen. Leider konnte das Spiel nicht an das tolle Finale von Kumberg zwischen diesen beiden Teams heranreichen.

Nach dem dramatischen Spiel in der Gruppenphase zwischen UD und Innsiders, Innsiders vergaben eine 6:1 Führung und UD gewann schließlich 12:10, waren alle Anwesenden gespannt auf das Finale. Quasi dei Gesammte Österreichische Nationalmannschaft die nach Japan geschickt wird stand sich am Feld gegenüber.

upsadaisy : innsiders

Ud beginnt mit der Offence und scort mit 4 Pässen. Innsiders verlieren schnell die Scheibe, in einem 2. Punkt mit vielen Turns gelingt aber doch noch das 1:1. Die Tiroler wirken nervös. UD macht suverän das 2:1 und schafft schnell das Break zum 3:1.
Innsiders nehmen ein Time Out um sich neu zu sortieren und um endlich richtig in dieses Finale hinein zu kommen.
upsadaisy spielt wieder wie am Vortag bei ihrer Aufhohljagt  331-Zone und Innsiders haben nicht die Ruhe um zu scoren. 4:1
Dann spielen die Innsiders einen Bombensicheren Punkt gegen die Zonenverteidigung 4:2. Ist das der Beginn eines umkämpften Finales?

Nein, denn UD gelingen 4 in Folge. zur Pause steht es 8:2.

In der zweiten Hälfte gelingt  den Tirolern beim ersten Scheibenbesitz der Punkt zum 8:3 UD antwortet jedoch prompt. 9:3.
Nach dem 9:4 gelingt den Innsiders ein Break, ein Funken Hoffnung keimt auf. 9:5
Daisys antworten jedoch mit nochmal  3 Punkten in Folge. 12:5, das Finale scheint schon lange entschieden.
Beim Stand von 14:7 scheinen die UD Nationalspieler noch das Ego ihrer Tirol Kollegen aufbessern zu wollen und lassen ein Break zu 14:9.
Nachdem das Spiel bei 15 auf jeden Fall vorbei ist eine Aufhohljagt aber unrealistisch und das Finale endet 15:9.

upsadaisy ist verdienter Meister!

Am Schluss möchte ich noch die Autimate MVPs verkünden. Ich mach das zum ersten mal, und es war eher ein Testballon. Es gab einen Beobachter der Notizen gemacht hat an beiden Tagen und 2 weitere Stimmberechtigte die ebenfalls an beiden Tagen viele Spiele gesehen haben und sich eine Meinung bilden konnten. Ich kann mir vorstellen bei den Mixed ÖMs etwas ähnliches zu machen, transparenter und mit mehr Beteiliten, Zeremonie, Preise…
Jedenfalls hier unsere MVPs:

Damen MVP: Betti Schnedl von Box
Sehr oft anspielbar, beinahe Fehlerlos und immer gefährlich bei langen Würfen hat sie wie schon letztes JAhr bei der EM in MAribor bewiesen das sie mit die beste Reciverin in Österreich ist.

Open MVP: Jakob Zellinger von upsadaisy
In der Ofence und Defence dominant und mit einem sehr besonnenen und konzentrierten Turnier. Lobend zu erwähnen ist auch die ständige Arbeit von der Sideline die man kaum von einem anderen Spieler so beständig sieht.

Gratulation den Beiden und Gratulation den verdienten Meistern!

Fotos vonhttp://www.flickr.com/photos/i-legal-mad und http://www.album.zerpixelt.com/index.php

1. Juli 2012
von Peter
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ÖStM 1. Tag

Am ersten Tag der Österreichischen Staatsmeisterschaften in der Südstadt gab es keine Überraschungen, sowohl bei den Damen als auch bei den Männern konnten sich bis jetzt klar die Favoriten durchsetzen.

Die Männer spielten mit 8 Teams in 2 Gruppen und anschließend Viertelfinale die auf Grund der Stärke der Teams überflüssig wirken aber für Chancengleichheit sorgen sollen.

Die Damen spielen mit 6 Teams erst Round Robin bevor die  Plätze 1-4 in Platzierungsspielen ausgespielt werden.

Bei den Männern gab es in den Gruppen klare Fronten vor der dritten und letzten Poolplayrunde. Die top 4 Teams feierten klare Siege gegen die 4 restlichen Teams. Nur das Wunderteam konnte mit der Zone das Spiel etwas ausgeglichener gestalten und konnte auch ein bisschen bessere Scores erzielen. In der Dritten Runde kam es dann zu wegweisenden, wenn auch noch nicht vorentscheidenden, Duellen zwischen Dreh&Trink und Mosquitos, Flugsaurier und Wunderteam, Catchup gegen EZ sowie Innsiders gegen upsadaisy.

Dreh und Trink nutzte den Vorteil mehr Leute zum Turnier gebracht zu haben und gewann gegen ein durch Verletzungen dezimiertes Mosquitos Team (8 Leute bei 36°) 12:8. Nach dem ersten Turniertag muss man sagen das beide Teams die Relegationskandidaten sind.

Flugsaurier gewann gegen Wunderteam 11:6. Das war das erste Lebenszeichen von Flugsaurier die wahrlich nicht in Topbesetzung bei dem Turnier antreten und ihre Reihen mit Frauen auffüllen mussten. Da ist zwar dann die Mattis dabei die auch mal eine Defence gegen UD macht aber Alles in Allem sicher kein Vorteil bei den langen Spielen. Wunderteam, auch nicht satrk besetzt, hatte zu viel kraft gegen Innsiders und UD liegen lassen und konnten nicht mehr zulegen.

Die Spiele auf die den ganzen Tag alle gewartet hatten fanden paralell auf Feld 1 und 2 statt. UD hatte einen Katastrophenstart gegen Innsiders und war schnell 1:6 zurück. Es gab Missverständnisse, Hucks die nie auch nur annähernd in waren…
Die Stimmung blieb aber für UD Verhältnisse ruhig und vor der Halbzeit konnte schon ein wenig aufgeholt werden. In die Pause ging es mit 4:8

Am Nebenfeld entwickelte sich eine enge Partie die hin und her wogte und es nie mehr als ein Break unterschied gab. In die Pause ging es mit einer 8:6 Führung für TheBigEZ.
Die Halbzeit in beiden Spielen kam ungefähr zur selben Zeit und genau zu dem Zeitpunkt frischte der Wind zum ersten mal an dem Tag auf.
Catchup konnte durch anpassen der Verteidigung, vor allem konnten sie Hucks von Peter Scheruga verhindern oder sie so erschweren das es zu keinen Completions mehr kam. Das lange Spiel von EZ, in der ersten Hälfte noch dominant, war plötzlich ausgeschalten und das Catchup Selbstvertrauen stieg und stieg. Die U20 Spieler in den Catchupreihen zeigten ihre Stärke und EZ konnte keinen Punkt mehr in der 2.Hälfte machen. Endstand 12:8.

Am anderen Feld konnte UD mit nach der Pause mit Zonen-D die Tiroler zu 2 schnellen Fehlern nach der Pause zwingen und schon war der Unterschied nurmehr 2 Punkte. Nachdem es 10:10 stand begann die heißumkämpfte Schlussphase in der UD sich als abgezockter erwies. Endstand 12:10.

Danach standen Viertelfinale an. 3 Teams wurden ihrer Favoritenrolle gerecht und spazierten ins Semifinale nur EZ hatte Probleme gegen die am Nachmittag erstarkten Flugsaurier. Die Flugsaurier spielten ihre O eiskalt durch und so stand es beim Ende der Zeit 9:9. Flugsaurier setzten zum Ende des Spiels hin nur 8 Leute ein die konnten die EZs allerding in Schach halten.
Der Kampf blieb allerdings vergeblich denn die  EZ konnten im Universe Point mit 12:11 knapp gewinnen. Hut ab vor dem Favoritenschreck Flugsaurier.

Bei den Damen steuert alles auf ein Finale zwischen Box und Eyecatchers hin. W.adies sind nicht in der Besetzung um mithalten zu können werden sich aber wohl den 3. Platz ungefährdet hohlen können.

Ich muss jetzt schleunigst wieder zu den Feldern und werde wieder live berichten.

26. Juni 2012
von Peter
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Open-Relegation und Ausblick auf die ÖStM

Zur Openrelegation in Walding traten nur 7 Teams an. Wie es zu der geringen Zahl kommt ist mir nicht ganz klar. Scheinbar haben nur Teams gemeldet die sich auch vorstellen konnten zur Staatsmeisterschaft in die Südstadt zu fahren.

Kurioses Detail: Walding ist westlicher gelegen als der westlichste Teilnehmer an dem Turnier. Teilnehmer kamen nur aus dem Wiener Becken, Ampullen waren die einzige Ausnahme.

Die ÖM hatte bis jetzt immer den Charakter eines großen Treffens aller Frisbeespieler des Landes, mit dem neuen Modus scheint dies die Vergangenheit zu sein. Zur ÖM-Relegation zu fahren nur um ein Lebenszeichen von sich zu geben scheint nicht en vogue zu sein. Ausnahmen sind Teams wie Raiders und Bronson für die jede ÖM ein lauter „hallo! uns gibt’s doch noch.“ Aufschrei zu sein scheint.

Seltsam in dem Zusammenhang ist das die kleinen Teams, die sich schwer tun eine schlagkräftige Open-Mannschaft aufzustellen, auch nicht für die 5gg5 Alternative Beach ÖM melden. Es gibt bis zur ÖStM noch die Chance sich anzumelden.

 

Zum Bewerb. Nachdem nur 7 Teams antraten musste wohl oder über Round Robin gespielt werden. Der Vorschlag den Swiss Draw zu verwenden wurde von der Mehrheit der Teams in den Tagen davor zurückgewiesen. Für den Aufstieg waren also 6 Gruppenspiele und ein Finale (1vs4, 2vs3) notwendig.

Natürlich ging diese notwendige Anpassung auf Kosten der Spiellänge und bevorzugte Teams die mehr Spieler bringen konnten.

Das W.underteam benötigte nicht viele Spieler um die Round Robin Phase ohne Niederlage zu beenden, sie benötigten auch keine Taktischen Varianten. Das W.underteam verlässt sich auf die Zone mit 4er-Schirm und auf ihre Ofence die erst risikofreudiger wird wenn das Spiel schon entschieden ist.

Im Finale um den Aufstieg war der Gegner des Wunderteams 2EZ. Die 2.Mannschaft des Meisters bestand zum größten Teil aus den Cheek2Cheek Herren und konnte bei dem Qualifikationsturnier nur mäßig überzeugen. Der 4. Tabellenplatz im Round Robin kam erst durch einen rabenschwarzen Sonntag der Ampullen zustande. Gegen die Linzer hatten sie im direkten Duell, am Samstag, noch das Nachsehen gehabt. Das Finale endete ganz klar mit 12 zu 3.

So dominant wie in Kumberg war das W.underteam dann doch nicht aber zum Aufstieg und zum 7. Platz im Seeding reichts.

Der 8. Teilnehmer bei der ÖStM ist Dreh&Trink. 2 Niederlagen in der Vorrunde gg. Wunderteam und 2ez reichten für den 2. Tabellenplatz. D&T seit letztem Jahr mit den Überresten von Spin verstärkt zeigte sich in einem neuen Gesicht. In Walding war D&T mit einem Großen aber trotzdem ausgeglichenen Team angetreten. Die vielen Spiele an den zwei Tagen spielten ihnen sicher in die Karten aber man muss sagen vom letzten Jahr zu diesem hat D&T (mit spin) einen gehörigen Schritt nach vorne gemacht. Im Finalspiel (2vs3) musste D&T gegen die Männer in den besten Jahren antreten. MidbJ ist die Wiederauferstehung der Groove Connection, Altersdurchschnitt in Walding 43 Jahre, Frisbeeerfahrung zusammengerechnet weit über 200 Jahre. Auf den Dressen der ex – Groove Spieler stand „Ultimate bis in den Tod“. Die Veteranen schafften es etwas überraschend aber verdient auf den 3. Gruppenplatz. Sie spielten nach dem W.t die sicherste Offence und konnten auch in der Defence ihre Erfahrung ausspielen.
Im Finale gg. selbstbewusste D&T war aber dann nichts mehr zu hohlen, oder wollten sich die alten Herren das anstrengende ÖStM Wochenende ersparen? Endergebnis 11:5.

 

Das Seeding für die ÖM ist also wie folgt:

#1 Big EZ

#2 Innsiders

#3 Catchup

#4 upsadaysie

#5 Flugsaurier

#6 Mosquitos

#7 W.underteam

#8 Dreh&Trink

 

Eine Prognose fällt schwer, vor allem weil die Leistungen über den Frühling schwankend waren und die Teams teilweise zusammen angetreten sind (FWD>>>) ich möchte aber ein zwei Sätze zu den Teams schreiben.

Ach was solls ich Tipp einfach die Endergebnisse.

 

Meister: Innsiders weil ihre Leute noch fitter als letztes Jahr sind, weil sie ein, zwei Topspieler mehr in diesem Jahr im Roster haben und weil sie um ein Jahr Erfahrung reicher sind. Ich nehme auch an das mehr Spieler die Reise nach Wien mitmachen und der Kader aus deutlich mehr als 10 Spielern bestehen wird. Wenn nicht kann es nach Kraftakten wie letztes Jahr im Halbfinale wieder zu Enttäuschungen kommen.

 

Finale: upsadaysie weil sie ein ähnlich starkes Wochenende wie in Hamburg haben werden (3.Platz und Spirit) und wieder einmal seit langem ihre Klasse abrufen werden. Da die Spitze eng beisammen ist kanns auch ganz schnell der 4.Platz wie im letzten Jahr werden. Interessant wird ob am Samstag wieder nur Schonkost geboten wird und vor allem wenn das der Fall ist ob man am Sonntag den Hebel umlegen kann.

 

3. Platz: Catchup scheitert glaube ich im Halbfinale. Wenn’s gut läuft ist das Finale drin. Gegen EZ ist die Bilanz 1:1 nachdem in Maribor der sicher geglaubte Sieg in der Endzone fallen gelassen wurde und in Amsterdam die Revanche gelang. Im Platzierungsspiel gg. EZ werden sie die Nase vorne behalten, außer es ist das Finale. Catchup ist sicherer, ausgeglichener, erfahrener als im letzten Jahr. Ob man die Nerven immer in Zaum halten kann ist die andere Frage.

4.Platz: Big EZ hätte ich letztes Jahr auch nicht den Meistertitel zugetraut aber sie haben überrascht. Bis jetzt sind die Ergebnisse in diesem Jahr noch nicht so berauschend und ich glaube nur organisierter als die anderen sein reicht heuer nicht. Allerdings, wenn sich Teams Schwächen in Spielen gg. EZ erlauben werden die eiskalt ausgenutzt und somit kann man sie nicht abschreiben.

5.Platz: W.underteam ist zurück! Halbfinal Chancen will ich nicht ausschließen.

6.Platz: Mosquitos sind wahrscheinlich besser besetzt als im letzten Jahr und kommen diesmal über die Hürde Flugsaurier drüber.

7.Platz: Flugsaurier sind wahrscheinlich wieder sehr wenige, das könnte ihren Abstieg bedeuten. Die Einzelspieler sind sehr stark und deshalb könnte es auch Überraschungen geben. Wie soll man ein Team einschätzen das keine Turniere spielt?

8.Platz: Dreh&Trink weil’s für die erste Liga wahrscheinlich nicht reicht. Wenn sie es schaffen Frustrationen in der Gruppenphase wegzustecken und positiv bleiben könnten sie Mosquitos oder Flugsaurier überraschen. Die Saisonbilanz gegen W.underteam ist eindeutig negativ und gegen die Top 4 gibt es nichts zu holen.

 

Zusammengefasst sehe ich die ÖStM Kräfteverhältnisse so: Oben kämpfen 4 Teams um den Titel die mehr oder weniger auf Augenhöhe sind und wo die Tagesform entscheiden kann. Der Rest kämpft gegen den Abstieg mit Ausnahme des W.underteams, gute Besetzung vorausgesetzt.

 

Noch ein Satz dur Damen ÖStM. Im Kumbergbericht steht alles was man wissen muss. W.adies und Box werden wohl ein wenig stärker auftreten als dort, trotzdem bleibt der klare Favorit Eyecatchers.

 

Von beiden Bewerben wird’s auf jeden Fall live Ergebnisse geben und evtl. sogar ausführliche Berichte am Abend.

6. Juni 2012
von Peter
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Kumberg Damen

Der Damenbewerb wurde in Kumberg ins Rampenlicht gerückt indem das Finale als letztes, nach dem Openfinale gespielt wurde. Was ungewöhnlich wirkt wurde durch ein interessantes Finale und den eindrucksvollen Sieg des Heimteams gerechtfertigt.

Nachdem das Turnier in Kumberg das einzige ist wo alle drei schlagkräftigen österreichischen Teams 7vs7 gegeneinander spielen kann man sich Aufschlüsse auf die Meisterschaft in der Südstadt versprechen. Zuerst aber zum Turnierverlauf.

Es konnte ein klarer Klassenunterschied zwischen Eyecatchers, Box, W.aidies und dem Rest ausgemacht werden. Am deutlichsten demonstriert wurde dieser mit einem 15:0 Sieg im Spiel um Platz 3 durch die W.adies.

Ob die W.adies dieses Jahr ihren dritten Titel in Serie feiern können scheint mehr als fraglich, ohne Grissi Stelzhammer und Heidi Draxler fehlen dem Team einige entscheidende Waffen für die unmittelbare Zukunft. Das Team versucht den Abgang zu Kompensieren indem der ehemals winzige Kader (ÖM Sieg zu neunt mit hochroten Köpfen) um talentierte junge Spielerinnen erweitert wurde. Die junge Riege trat bei einigen 5gg5 Turnieren als #! (she-bang für die nicht Programmierer) an. Ob der nächste Schwall noch jüngerer Spielerinnen von Unreal Ultimate auch noch in diesem Jahr integriert wird bleibt abzuwarten. Der Weg dahin scheint aber vorgezeichnet.

Es scheint also, dass ein schlagkräftiges Team auf Jahre hinaus bestehen bleiben kann.
In Kumberg war der W.adieskader allerdings gewohnt klein und das führte zu Niederlagen gegen Box und Eyecatchers. Soweit ich die Spiele beobachten konnte gab es meistens einen konditionellen Einbruch in der zweiten Hälfte. Am Beginn hielt der 4erschirm und eine risikofreudige Offence die W.aidies im Spiel.

Die W.adies Spiele glichen sehr den W.underteam Spielen kein Team fand ein probates Mittel gegen die Zone und im Scheibenbesitz wird oft kurzer Prozess gemacht.

Bevor ich zum Finale und den zwei Finalteilnehmern komme noch eine Beobachtung. Im Gegensatz zum Openbewerb wo die anwesenden Teams fast in Topbesetzung und noch durch Externe verstärkt waren gab es bei den Damen einige bekannte Gesichter die fehlten.

Besonders aufgefallen ist mir das bei Box. Ohne Eva Lackerbauer und Pezi Leinwarter fehlten zwei Frauen für die Big Plays. Ich nehme aber an das die zwei bei der ÖM auflaufen werden. Dort verstärken sie ein organisiertes Team bei dem sich zeigt das kontinuierliche Arbeit sich auszahlt.

Am Beginn des Finales zeigte sich das die Skills dem Grad der Organisation noch hinterherhinken. Einige male wurde ein Setplay gespielt das desingt war um Eva Chuchma direkt nach dem Fangen des Pulls mit zwei Pässen in Powerposition zu bringen. Der notwendige Sidearm Outside in den Lauf kam öfter nicht an was zu einem Rückstand am Beginn führte und zum verwerfen des Setplays.

Alle Versuche sich ins Spiel zurückzukämpfen schlugen fehl.

Das Finale war eines der interessantesten Damenspiele zwischen nur österreichischen Teams das ich je gesehen hatte. Die beeindruckenden Würfe fehlten über weite Strecken aber das an Rasenschach erinnernde Spiel war sehr reizvoll.

Der entscheidende Vorteil für die Eyecatchers schien zu sein, dass immer wenn ihr Flow gestoppt wurde und der Stallcount hoch wurde alle Grazerinnen wussten wer den einen Cut zur Rettung machen wird. Damit war die EC Offence sehr sicher und die Box Verteidigerinnen waren am Verzweifeln.

Leider wurde es im Finale nicht mehr eng, auf der Tribüne hätte man den zusätzlichen Pfeffer in der so schon feurigen Partie sicher genossen.

Die Eyecatchers waren Eindrucksvoll und sind nach der knappen Niederlage im Universe Point im letzten Jahr reif für den Titel. Neben der Leistung in Kumberg spricht für die Eyecatchers, dass sie das gesamte U17 Damennationalteam, bis auf wenige Ausnahmen, noch in der Hinterhand haben.

Ich wage also wieder eine Vorhersage. Eyecatchers werden Meisterinnen und können auch international nach dem Spiritsieg beim EUCF in Brügge letztes Jahr weiter für Furore sorgen. Box sollte es ins Finale schaffen und ist nicht weit weg vom Niveau der Eyecatchers. W.adies müssen sich sehr strecken um eine Chance auf den Titel zu haben, in der windigen Südstadt lebt die Chance allerdings.

Hier Noch die Ergebnisse in der Finalrunde:

Quarter: INNsiders – AMK 4:8  W.adies – U17 Damen 15:1
Semi:  Eyecatchers – AMK 15:1 Box – W.adies 9:5
Place 5: INNsiders – U17 Damen 9:6
Place 3: W.adies – AMK 15:0
Finale: Eyecatchers – Box 12:7 (geschätzt leider ist das Ergebnis in der Liste nicht enthalten.)

Liebe Damen sollte das hier nicht zu eurer Zufriedenheit sein bitte ich euch mir eure Sicht der Dinge, Turnierberichte, Einschätzungen, Klatsch und Tratsch zu schicken ich werde es ohne zu zögern Veröffentlichen. Ähnlich verhält es sich bei den Juniors und sonnst eigentlich eh auch bei Allem.

1. Juni 2012
von Peter
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Kumberg Open

Eigentlich müsste es mehr Turniere wie Kumberg geben. Alles Nötige ist organisiert und bestens eingespielt, die Spielfelder tadellos und das Open-Teilnehmerfeld gespickt mit Teams der mittleren Gewichtsklasse.

Ein Team bewies allerdings das es heuer ins Schwergewicht zurückdrängt: W.underteam ist zurück!

Kumberg schien der Aufgalopp für die anstehende Open-Relegation zu sein. Außer 2EZ waren alle Aspiranten auf den Aufstieg vertreten. Die Ergebnisse waren durchaus überraschend, ob sie allerdings allzu Aussagekräftig sind wird sich erst in Walding zeigen. Fast alle Teams hatten ein wenig eingekauft.

Ein mehr als stark besetztes Wunderteam fand am ganzen Wochenende keinen würdigen Gegner. Die Mosquitos, letzten Sommer noch Grund für den Abstieg des W.underteams, konnte im Finale auch nichts gegen den Turniersieger ausrichten.

Bei jedem W.T spiel war es die Selbe Geschichte. Der, etwas variablere und damit bessere, 4er Schirm setzte die Offence trotz eines nur lauen Lüftchens so unter Druck und zwang zu so vielen Passes das die Fehler zwangsweise folgten. Einmal in Scheibenbesitz ging es zielstrebig und risikoarm in Richtung Endzone. Oft war nach 3 schnellen Passes der Punkt erzielt und einen weiterer Nagel in den Sarg der Gegner getrieben.

Die Mosquitos waren das andere Team das durch mehr Klasse ein wenig aus der Masse heraus stach. Nach einer souveränen Gruppenphase war man sicher im Halbfinale wo Chuck Bronson wartete. Die rosa Truppe war kein Stolperstein und wurde klar besiegt.

Am dritten Platz landete das Österreichische U20 Nationalteam nach einem klaren Sieg über AmPullen und Chuck Bronson im Halbfinale.
Der Sonntag war für das U20 Team weit aus erfolgreicher als der Samstag wo es noch eine Niederlage gegen Chuck Bronson in der Gruppe gegeben hatte. Grund waren Schwächen beim Spiel gegen eine 331 Zone und eine daraus resultierende stattliche Führung für CB. Nach einer Aufholjagd kam es zur Entscheidung in einem dramatischen Universe Point. CB empfing den Pull und fand sich an der Linie getrappt. Der Cutter der bei hohem Stallcount zur Hilfe eilte wurde out gecallt, genauer gesagt der Schritt vorm fangen soll im Out gewesen sein. Nach längerer Diskussion, erst über die Regel und was genau gecallt wurde, dann ob jemand sich 100%ig sicher sei das der letzte Schritt noch im Out war, wurde die Scheibe zurückgeschickt. Es blieb nur mehr der Punt. Der war auch prompt zu kurz, wurde aber unglücklich von der Defence in die Höhe und Richtung Endzone gebrusht. Darauf hatte Patrick Zerlauth nur gewartet und spielte von einem Meter vor der Endzone „no look“ auf Lorenz, den zweiten Zerlauth-Einkauf.

Ein würdiges Ende für ein spannendes Spiel und wohl auch ein Grund warum im „Rückspiel“ am Sonntag die beiden Coaches der U20 ins geschehen gg. CB eingriffen. Auf Nachfrage wurden Verletzungen bei der U20 als Grund für die Teilnahme von Rich Bartle-Tubbs und Tom Mitterer am Spiel angegeben. Die auf 9 dezimierten CB übertraf die U20 aber schon noch.

Mit den frischen Trainern war der Sieg im kleinen Finale auch kein Problem mehr, nachdem in Dublin die Coaches sich wohl nicht aufstellen können blieb mir die Aktion allerdings ein wenig schleierhaft.

Chuck Bronson konnte wohl einige Leute auf dem Turnier überraschen. Nicht nur der zweite Gruppenplatz sondern auch der Sieg im Viertelfinale gg. die Gastgeber Catchup war über den Erwartungen. Das Viertelfinale war eng und umkäpft, die Ausrede: „Wir warn so lang auf der Party“ kann man ja bekanntlich gg. CB nicht gelten machen. Catchup spielte allerdings in keinster Weise in Bestbesetzung viele Leistungsträger waren als Coaches oder als Spieler bei den U-Manschaften engagiert.

CB konnte noch ein Spiel mit einem Punkt unterschied gewinnen. Gegen den CB Lieblingsgegner, Dreh&Trink bewiesen die Bronson auch im ersten Gruppenspiel Nerven aus Stahl.

 

Die weiteren Platzierungen sind wie folgt:

  1. W.underteam
  2. Mosquitos
  3. Österreich U20
  4. Chuck Bronson
  5. Catchup
  6. Cosmo
  7. Dreh&Trink
  8. AmPullen
  9. Österreich U17
  10.  Augärtner

 

Ich kann auch mit den Ergebnissen der Platzierungsrunde dienen:

Quarters:

Chuck Bronson – Catchup  10:7

AmPullen – Austrian U20  8:12

Dreh&Trink – Augärtner    13:7

Cosmo – Open U17              15:2

Semis:

Austrian U20 – Mosquitos              8:9

Chuck Bronson – W.entlemen        2:13

Final:

Mosquitos – W.entleman                 5:13

Place 3:

Chuck Bronson – Austrian U20      7:13

Place 5:

Cosmo – Catchup                                6:12

Place 7:

AmPullen – Dreh&Trink                10:12

Place 9:

Augärtner – Open U17                       7:8

 

Gratulation an die U17 für den Sieg im letzten Spiel hier war eine klare Steigerung von Spiel zu Spiel zu erkennen und so manches Team hat die kleinen Wirbelwinde beim spielen gegen sie verflucht.

31. Mai 2012
von Peter
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Grand Slam Beyond Borders Szeged

In Szeged im Dreiländereck zwischen Ungarn, Rumänien, Serbien fand das erste Turnier des Grand Slam Beyond Borders statt.

Der GSWB ist eine Turnierserie die sich über den ganzen Sommer zieht und aus 2 Mixed und 4 Openturnieren besteht. Ziel des GSWB ist es Ultimate in der Balkanregion zu Entwickeln.
Am ersten Grand Slam, der als Mixed Bewerb ausgetragen wurde trafen sich Teams aus Ungarn, Österreich, Slowenien, Serbien und Bosnien. Die richtige Mixed Quote konnten von den 10 Teams 3 erfüllen und 3 waren ganz ohne Mädels angereist. An Sich sollte ein, mir namentlich nicht bekanntes, Damenteam aus Exjugoslawien die Reihen der Open Teams auffüllen die Mädels waren aber nicht aufgetaucht und so spielten Mixed und Open Teams im selben Bewerb.
Uns von Chuck Bronson war das egal wir wollten unser Mixed Zusammenspiel verbessern bevor wir in Amsterdam beim Windmill spielen also waren uns auch Openteams als Gegner recht.
Hallo digaz-e war das einzige andere namhafte Team vor Ort alle anderen Teams die mitspielten sind gerade im Entstehen begriffen.
Dieser Umstand führte dazu, dass wir mit Funktions-Shirts und einer Aufwärmroutine plötzlich wie überehrgeizige Profis dastanden.

Die Organisatoren hatten sich im Vorfeld eine irrsinnige Mühe gemacht und alle Teilnehmer mit Informationen überschüttet. Die Verpflegung war sehr Ungarisch, zum Frühstück Schmalzbrot mit Paprikapulver und am Abend Kesselgulasch direkt neben den Feldern gekocht.

An dem Wochenende konnte man viel über das balkanische Ultimate lernen, in Serbien alleine gibt es 6 Teams die allerdings auf Grund der wirtschaftlichen Lage kaum reisen können auch überall anders sprießen die Teams aus dem Boden.
Vom Niveau her sind die Teams natürlich sehr unterschiedlich, es gibt die Teams die von ausländischen Gastarbeitern getragen werden und erst langsam in den Städten wurzeln schlagen, Teams wo alle sich sehr geschickt freicutten und jede Scheibe fangen aber höchstens 2 Leute im Team einen geraden Sidearm beherrschen und Teams die ähnlich funky spielen wie begabte aber sich selber überschätzende USI-Spieler.

Der Hauptinitiator des GSBB, Tudor Erdosi, erklärte mir warum sich die Turnierserie eigentlich nur an Balkanische Teams richtet und wir quasi als Ausnahme teilnehmen konnten. Sie wollen in der Region eine Serie an kostengünstigen lokalen Turnieren spielen um das Niveau schnell steigern zu können. Für nächstes Jahr sind auch Teams aus Österreich, vor allem welche die noch recht jung sind und auch auf der Suche nach Erfahrungen beim 7vs7 sind, zu der GSBB Serie eingeladen. Eigentlich sollte heuer auch noch was gehn im FFINDR finden sich zwei Turniere in Slowenien die zum Grand Slam gehören, sicher nicht uninteressant für kurz entschlossene Teams aus dem Süden Österreichs.

In diesem Jahr noch in der Serie ist das Mixed Turnier in Pesc. In den nächsten 5 Jahren wird dort ein großes Mixedturnier stattfinden. Geplant sind 32 Europäische Mixed Teams. Der Termin für nächstes Jahr ist der 1.-4.8.2013. Ein kurzer Auszug aus der FFINDR Beschreibung: 32 teams, 8 wfdf fields, 8 wfdf 100mins games for all, 0teamfee, 50 euro playerfee, 1 euro: beer
Als Fazit bleibt das kleine Turniere wie in Szeged sicher ein effizienter Weg sind um schwächere Teams auf ein höheres Niveau zu bringen und Anfängern Erfahrung zu geben beim Spiel am großen Feld und der Osten ist sowieso immer eine Reise wert, man kann sich die Ruinen einer vor 22 Jahren untergegangenen Kultur betrachten.

24. April 2012
von Peter
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Austrian Ultimate Team – Open (AUT-OooOOoo) Bericht von den Tryouts 1 & 2 in Kundl und Strebersdorf

Es ist endlich soweit! Nachdem es im Österreichischen Ultimate jahrelang üblich war Nationalteams mehr oder weniger willkürlich zusammenzustellen und man manchmal sogar Spieler suchen musste fanden heuer aufgrund von großem Interesse die ersten richtigen (zumindest an die ich mich erinnern kann) Tryouts für das Österreichische Open Nationalteam statt!

 

Dank der Förderung durch die BSO und die Organisation einiger Engagierter ist es heuer möglich ein 25-köpfiges Kontingent der besten Ultimate Spieler Österreichs nach Japan zu schicken. Das ganze sogar mit Coach, Team-Hoodies und Caps, Vorbereitungsturnieren in London bzw. Köln und einem Physiotherapeuten vor Ort, also recht professionell und für österreichische Maßstäbe der reine Wahnsinn!

 

1.Tryout Kundl

Beim ersten Tryout in Kundl im März kam es zum erstmaligen Aufeinandertreffen von etwa 30 potentiellen Spielern und dem neuen Nationalteamtrainer Robert Pesch, der aus Mainz angereist war und nach Skifahren im Zillertal per Anhalter nach Kundl gefunden hatte.

Bereits beim Einwerfen macht Coach Pesch klar, dass er in „seinem“ Nationalteam Spieler haben möchte, die vor allem gerade Würfe werfen können. Das heißt keine übertriebenen Outside, keine Hammer, keine Scuba oder anderen „Gspampanadel“. Für einige Spieler ist es eine Herausforderung dieser Order nachzukommen und die gewohnten 40m-Overheads stecken zu lassen, aber man gibt sich Mühe, jeder hat im Hinterkopf, dass auch einige daheim gelassen werden.

 

Wir beginnen mit sogenannten Skill-Tests wo überprüft wird, wie gut der einzelne Spieler wirft, fängt, cuttet usw. Besonders interessant sind dabei die Defense-Tests, wo es heißt sich im direkten Duell Mann gegen Mann durchzusetzten. Die Nervosität durch die ungewohnte Situation ist zu Beginn deutlich spürbar und so mancher Wurf landet im Grün, bzw. in den Händen des Gegners.

Es ist ungewohnt sich bewerten lassen zu müssen und zeigt einem selbst ganz klar wo seine Stärken und Schwächen liegen.

Es folgt ein Spiel, wo Coach Pesch erstmals die Kandidaten in „Action“ sehen kann.

 

Am Samstag um 14.00 steht dann der gefürchtete „Beep-Test“ auf dem Plan, ein Fitnesstest bei dem man eine Strecke von 20m in immer kürzeren zeitlichen Abständen durchlaufen muss. Die Pizza, die es davor zum Mittagessen gegeben hatte wird innerlich verflucht, aber es nützt nichts, alle laufen trotz diverser Wehwehchen mit und geben ihr Bestes.
Später geht man zum Wirt essen, bei Schnitzel, anti-alkoholischen Getränken, Taktik-Erklärung und Annekdoten aus Roberts Spielerkarriere verbringen alle einen gemütlichen Abend. Der zweite Tag verläuft ähnlich wie  der Samstag und gegen 15.30 ist das Tryout vorbei.

7 Spieler sind nach diesem Tryout fix dabei: Michi Zellinger, Mo Zellinger, Jakob Taubald, Basti von Upsa, David Huter, Tom Mitterer und Tobias Obermayr.

 

2. Tryout Strebersdorf

Zum zweiten Tryout nach Strebersdorf bei Wien kommen 24 Spieler, bei Sonne, Wind und Regen werden Scheiben geworfen und gefangen.

Das ganze ist gut organisiert, Essen wird in der Schulkantine eingenommen und geschlafen wird im Turnsaal. Für die Spieler wird dieses Wochenende aber ein teurer Spaß: 40€ Für eine Übernachtung und Platz sowie extra 4,50€ für Frühstück exkl. aller sonstigen Verpflegung (Mittagessen, Abendessen) sind kein Pappenspiel. So kam ein tiroler Spieler auf etwa 140€ Gesamtkosten für dieses Trainingslager!! Eindeutig zu viel, was bei einigen Spielern für Unmut sorgte, die dann den Gang zum Bankomaten antreten mussten.

Aber nun zum spielerischen: Die Skilltests waren ähnlich wie beim 1. Tryout und man merkte sofort eine deutliche Verbesserung bei der Ausführung dieser Tests. Dies lag zum einen an der bereits stattgefundenen „Aussortierung“, aber bestimmt auch daran, dass die Spieler in dem Monat zwischen den Tryouts solche Übungen in ihren Trainings geübt hatten! So kommt, nebenbei erwähnt, auch neues know-how in die Vereine, ein weiterer Vorteil eines auswärtigen Trainers.

An dieser Stelle eine kurze Vorstellung des neuen Nationalteamtrainers Robert Pesch: Er ist mehrfacher Deutscher Meister mit den Feldrennern Mainz und deutscher Nationalteamspieler.

 

An diesem Wochenende geht es schon härter zu, man merkt, dass einige schon an Japan denken. Es wird fleißig gehuckt und übers Spielfeld geplärrt, alle sind mit Eifer bei der Sache und der eine oder andere Layout wird beklatscht. Aber auch der Spaßfaktor kommt nicht zu kurz, Sevi (der übrigens beim Beep-Test am besten Abschnitt) sorgt mit seinen Kommentaren über deutsche Tourengeher für Lacher und auch beim Verlesen der Namen kommt es dann zu einigen komischen Verwechslungen: Es gibt mehrere Toms, Jakobs und Dominiks die teilweise noch Spitznamen haben. Aber Coach Pesch behält unterstützt von Co-Trainer Harry den Überblick und weiß bald wer J, Che, Dino, Delay usw. sind!

 

Im Österreichischen Open Nationalteam 2012 sind, geordnet nach Heimatteam:

 

Upsadaisy:

Mo

Big J (OJ)

Norb

Delay

Michi Z.

Hannes Z.

Jakob Z.

Nemo

Basti

Mischu

 

Innsiders:

Tom

Wolfi

Dominik

Luca

To

Dave

Che (DJ)

Simon R.

 

The BigEz:

Matsl

Die Sevi

David

Schlumpf Huber

Dino

 

Catchup:

Valen

 

Flugsaurier:

Berni

 

 

Zusammenfassend bleibt nur noch zu sagen, dass es ein super Gefühl ist, mit einer professionellen Vorbereitung und als Teil eines tollen Teams auf die WUGC in Japan hinzufiebern und hinzutrainieren! Wenn es in dieser Tonart weitergeht, werden die Österreichischen Nationalteams und auch der Sport Ultimate generell in Österreich von der neugefundenen Professionalität profitieren.

 

von Tobias Obermayr

#10 AUT-O

19. April 2012
von Schlumpf
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The American Ultimate Disc League – Erste Spielrunde

Hallo Ultimate-Österreich!

Ich wurde gebeten, einen kleinen Bericht zu schreiben über die erste Runde der AUDL in USA. Die meisten wissen schon von der Liga – für die, die nochmal nachlesen wollen – hier der Link zu meinem Bericht im Herbst:

https://autimate.disc-wien.org/?p=83

 

Alle vier Erstrundenspiele fanden am SA, dem 14. April, statt:

Connecticut Constitution zu Gast bei Rhode Island Rampage

Indianapolis AlleyCats zu Gast bei den Columbus Cranes

Detroit Mechanix zu Gast bei Bluegrass Revolution

Buffalo Hunters zu Gast bei den Philadelphia Spinners

 

Drei Spiele enden nach der normalen Spielzeit von 4×12 Minuten netto. Die Alleycats und die Cranes müssen in die Nachspielzeit. Nach dieser steht es wieder unentschieden und so geht es in die zweite Overtime mit „Sudden Death“. Nach einigen Turns in dem heiß umkämpfen Punkt können die Cranes den Punkt für sich entscheiden und so endet das Spiel 22:21 für die Mannschaft aus Columbus.

In der ersten Spielrunde waren zwischen 400 bei strömendem Regen in Columbus und fast 2000 Zuseher im Stadion von Philadelphia auf den Rängen und unterstützen ihre Heimteams oder kamen, um ihre Idole zu sehen.

 

Die meisten wissen, dass ich für die Indianapolis Alleycats spiele und manche haben das Spiel sogar gesehen. Für die,

die mehr wissen wollen – hier ein paar Worte von mir zu dem Spiel und der Liga aus der Sicht eines Spielers.

Die AUDL selbst ist noch ziemlich in den Kinderschuhen – was zu erwarten war. Viele Sachen, die noch nicht rund laufen in der Organisation. Nicht so, wie man es sich erwarten möchte bei einer Sportveranstaltung in einem Stadion mit mehreren hundert Zusehern. Man wusste nicht genau, wann es losging, wie lange das Einlaufen dauerte, wann die Hymne kommen würde oder wann das Spiel selbst dann doch angepfiffen werden sollte. Die Dauer der Halbzeit war nicht ganz klar und ab wann die  gemessen werden sollte. Und als man sich dann endlich einig war, vergaß man, den Coaches und den Spielern Bescheid zu sagen, sodass wir 90 Sekunden vor Start des dritten Viertels aufs Feld zurückkamen und genau keine Zeit zum Aufwärmen hatten. Nichtsdestotrotz gab man sich große Mühe, eine unterhaltende Abendveranstaltung aufzuziehen und den gekommenen Fans scheint es gefallen zu haben. Mehr als 400 Leute standen bei strömendem Regen und starkem Wind auf den Tribünen und harrten aus.

 

Zum Spielen selbst waren die Bedingungen natürlich mehr als unwirtlich. Das erste Mal gemeinsam spielen, zum ersten Mal vor Zusehern spielen und dann auch noch bei solchen Bedingungen versprach natürlich kein schönes Ultimate. Das erste Viertel war trotz dutzender Turns geprägt von 100% Downwind-Punkten. Im zweiten Viertel stellten die Cranes ihre D etwas um, nutzten oft die neue Regel des Doubleteamings gegen Brodie Smith und unsere Offense nutzte die frei stehenden Leute gar nicht! Noch dazu schafften es die Cranes ein paar Mal etwas ruhiger zu bleiben, machten so zwei Upwind-Punkte und gingen mit einer 10:6 Führung in die Halbzeit.

Nach der Halbzeit waren die Wetterbedingungen ein wenig besser. Es regnete zeitweise gar nicht mehr oder nur wenig und der Wind war zwar noch vorhanden, aber nicht mehr so böig. Beide Teams schafften Upwind-Punkte, aber es gab noch immer unzählige unerzwungene Turns auf beiden Seiten – kein sehenswertes Spiel in dieser Hinsicht! Vor allem im dritten Viertel gelang es uns, besser ins Spiel zu kommen und wir holten Punkt um Punkt auf. 11 Sekunden vor Schluss gelang es den Cranes, noch einmal einen Punkt zu machen und so blieb uns Downwind nur noch ein Spielzug, um dieses Spiel in die Verlängerung zu retten. Der Pull blieb etwas über der Hälfte liegen und alle bereiteten sich auf die letzten Sekunden vor. Allen war klar, dass binnen weniger Pässe der lange Pass in die Endzone kommen würde. Swing – Huck und der erste Hail Mary der AUDL wurde geworfen. Und prompt kam Brodie mit der Scheibe runter. Auf Video ein etwas umstrittener Catch wurde er auf dem Feld aber sofort als gültig gewertet und das Spiel ging in eine Verlängerung von 5 Minuten netto. Die AlleyCats konnten nach einigen Schlagabtäuschen dann erstmals die Führung erlangen und 30 Sekunden vor dem Schlusspfiff sogar die Scheibe ergattern. Leider fehlte nach mittlerweile fast 3 Stunden Spielzeit der letzte Überblick und statt die Zeit auszuspielen wurde die Scheibe bei einem Huck mit weniger als 30 Sekunden Restzeit verloren. Voraussichtlich letzte Möglichkeit, um Upwind doch noch den Ausgleich zu erzielen. Der erstmalig verwendete 4 Man-Cup versagt, mit 8 Sekunden auf der Uhr sind die Cranes in Reichtweite der Endzone und der Upwind Huck geht in die Endzone. Die AlleyCats fangen die Scheibe ab und mit 5 Sekunden auf der Uhr ist das Spiel quasi gewonnen. Doch panisch versucht ein Spieler die Scheibe loszuwerden und wirft sie einem unvorbereitetem Brodie in die Hände. Es springt ein Crane dazwischen, fängt die Scheibe und wirft sie postwendend in die Endzone der Cats. Dort gelingt es einem Verteidiger, noch ein paar Finger an die Scheibe zu bekommen, aber der Pass findet einen Abnehmer und mit dem Summerton gleichen die Cranes auf 21:21. so retten sie sich in die zweite Verlängerung, welche „Sudden Death“ oder „Universe Point“ bedeutet.

Die AlleyCats verlieren zum dritten Mal den „Coin-toss“, die Cranes entscheiden sich selbstbewusst für die Offense gegen den Wind. Einige Turns später und nahezu hundertprozentigen Chancen für die AlleyCats, die nur noch wenige Inches von der gegnerischen Endzone und damit vom Sieg entfernt sind, schaffen es die Cranes mit einem Upwind Huck, der sich zu einem aufrückenden Händler verirrt, in die Endzone zu gelangen und so das Spiel mit 21:22 zu gewinnen.

 

Den Zusehern auf den Tribünen und vor den Bildschirmen hätte man wohl kaum ein spannenderes Spiel bieten können, auch wenn die Qualität auf beiden Seiten zu wünschen übriggelassen hat. Es verspricht auf jeden Fall doch eine ganz spannende Saison zu werden, nachdem einige Teams aus einem bunten Mix aus guten Spielern und manche Teams aus bereits bestehenden Clubteams geformt wurden. Es bleibt also abzuwarten, wer im Laufe der Saison die Oberhand gewinnen kann.

Wer ein Spiel der ersten Woche noch sehen will, kann das noch tun. Alle Spiele sind für 7,95 Dollar zu haben. Es gibt auch diese Woche zwei Spiele live zu sehen:

Saturday April 21, 7:30 PM Indianapolis Bluegrass Revolution @ Indianapolis AlleyCats

Sunday April 22nd, 4:00 PM Detroit Rhode Island Rampage @ Detroit Mechanix

 

Als Spieler selbst bemerkt man als erstes natürlich am meisten den Unterschied, dass es Schiedsrichter gibt und man keine Macht mehr über den Spielfluss hat. Man kann nicht langsamer agieren, weil der Gegner zonig spielt, oder schneller, weil man die schnelleren Leute am Feld hat. Die Scheibe liegt am Boden – man hat 10 Sekunden – sonst beginnt der Stall ohne einen. Man wird gefoult, niemand pfeift – das heißt weiterspielen, sonst ist man bei Stall 7 angelangt. Es gibt eine Spielunterbrechung, sowie die 5 oder 10 Yards abgeschritten sind, geht’s schon weiter. Nix mehr mit „O ready – D ready“ – einchecken. Jeder auf dem Feld darf sich währenddessen auch bewegen und so läuft das Spiel quasi weiter. Weiters liegen zwischen den Punkten maximal 40 Sekunden. Also keine Zeit, um darüber zu reden, wer wen aufnimmt oder ob man die Offense irgendwie abändern sollte. Aufstellen, Spielzug oder D-Strategie ansagen und schon muss man laufen. Dieser Stress hatte wohl sogar noch einen größeren Einfluss auf das Spiel, als dass man nichts mehr selber callen konnte, was man als Zuseher natürlich am deutlichsten sah. Keine Diskussionen, keine Stehzeiten, keine Langeweile, sondern 3 Stunden durchgehend Ultimate! Der ganze Sport ist somit wesentlich taktischer geworden.

Das eindeutig größere Spielfeld ist bei diesen schwierigen Wetterbedingungen nur bedingt aufgefallen, nachdem man die Scheibe sowieso nicht 40m Swingen konnte. Bei schönem Wetter wird das natürlich auch nochmal ein Riesenfaktor. Ich hoffe, ihr sind ein wenig neugierig geworden und schaut in den nächsten Wochen mal zu!

 

Alle Infos dazu auf meiner Spielerseite:

www.facebook.com/pages/Marc-Schlumpf-Huber-30/236897793069294?ref=tn_tnmn

 

auf der offiziellen Seite der AUDL:

www.theaudl.com

 

auf der Seite der AlleyCats:

www.myalleycats.com

 

Greets aus Indianapolis vom fliegenden Reporter, Schlumpf

 

Interview mit Schlumpf Huber

13. April 2012 von Peter | Keine Kommentare

Beim gestrigen Betthupferl hatte ich Gelegenheit den allseits bekannten Schlumpf, unsern Mann in der AUDL zu interviewen. Das Interview fand zwei Tage vor Beginn der ersten AUDL Saison, die Schlumpf mit den Indianapolis Alley Cats bestreitet, statt. Die AUDL kann man für ca. 10$ pro Spiel Live verfolgen. In Wien gibt es sogar Public Viewing.

Hier unser Gespräch von Gestern: schlumpf interview